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Riksbank-Gouverneur Bitcoin: Die Briefmarken der Neuzeit?

Der schwedische Notenbank-Gouverneur vergleicht Bitcoin mit Briefmarken und verstrickt sich in Widersprüchen.

Marlene Müller
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Briefmarken

Beitragsbild: Shutterstock

“Haters gonna hate” – oder wie sagt man so schön? Der schwedische Riksbank-Gouverneur Stefan Ingves bemerkte bereits Anfang des Jahres, dass Kryptowährungen bei steigender Beliebtheit einer Aufsicht kaum entgehen werden. Jetzt hat er einen neuen Makel gefunden. Auf einer Bankenkonferenz in Stockholm erklärte er, dass “privates Geld normalerweise früher oder später zusammenbricht”. Inkohärent dazu kommt er zu dem Ergebnis, das Bitcoin mit einem Briefmarkenhandel zu vergleichen sei.

Klar kann man reich werden, indem man mit Bitcoin handelt, aber es ist vergleichbar mit dem Handel von Briefmarken,

so Stefan Ingves.

Wie Bloomberg berichtet, hinterfragt er damit die “Power” der Kryptowährungen. Er scheint zu dem Ergebnis zu kommen, dass eine nicht-staatlich abgesicherte Währung auf lange Sicht nicht existieren wird. Trotzdem gesteht Ingves ein, dass die Macht der Kryptowährungen scheinbar “groß genug” geworden ist, als dass sich nun Aufsichtsbehörden, Zentralbanken und Gesetzgeber damit auseinandersetzen (müssen).

Interessanterweise ist es ausgerechnet seine Riksbank, die im Feld der Central Bank Digital Currencies (CBDC) eine Vorreiterrolle eingenommen hat. Grundlegende Konzepte dieser CBDCs wären aber vermutlich ohne die Entwicklung von Bitcoin nicht da, wo sie heute sind. Aktuell befindet sich die e-krone in einer Testphase, in der simulierte Teilnehmende bereits mit realen Akteuren interagieren. Bloomberg zufolge soll diese Testphase 2026 abgeschlossen sein und die e-krone eingeführt werden.

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