SAP startet Blockchain-Kooperation im Gesundheitsbereich

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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SAP nimmt sich der Blockchain-Technologie an
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Der Tech-Konzern SAP kooperiert mit der Blockchain-Firma Chronicled. Bei der Zusammenarbeit geht es um die Verifizierung von verschreibungspflichtigen Medikamenten. Mit diesen Blockchain-basierten Systemen wollen die Kooperationspartner Unternehmen bei der Umsetzung des U.S. Drug Supply Chain Security Act (DSCSA) helfen. Die Technologie von Bitcoin und Co. findet immer häufiger Anklang in der Gesundheitswirtschaft.

Der Softwarehersteller SAP verkündete am 3. September seine jüngste Blockchain-Partnerschaft. In dem News-Post auf der firmeneigenen Website erläutert der IT-Riese seine Kooperation mit Chronicled Inc. Dies ist eine Software-Firma, die Unternehmen mit blockchainbasierten Ökosystemen versorgt.


Eingebettet wird das Projekt unterdessen im „SAP Information Collaboration Hub for Life Sciences“. Dies ist ein Programm, welches der Softwareentwickler im November 2017 lancierte. Beschrieben wird dieses Kollaborationszentrum als „öffentliches Cloud-Netzwerk, welches die Zusammenarbeit zwischen pharmazeutischen Handelspartnern auf der Versorgungskette erleichtert.“

SAP will Firmen bei der Umsetzung der US-Medikamentenverordnung helfen

Bei der Zusammenarbeit mit SAP wird das Produkt „MediLedger“ derweil eine zentrale Rolle spielen. Dieses offene und dezentralisierte Netzwerk für die pharmazeutische Versorgungskette wurde nämlich von Chronicled entwickelt. Es bietet insbesondere sichere und einfache Zahlungsprozesse und Tracking-Mechanismen auf der Blockchain. Der Pressemeldung zufolge nutzen neun der weltweiten Top-Pharma-Konzerne bereits die beschriebene Kombinationslösung. Zwei der drei großen US-Medikamentenvertreiber verwenden offenbar ebenfalls das Tool.

Die Zusammenarbeit dient Unternehmen zukünftig auch zur verlässlichen Erfüllung der US-Medikamentenversorgungsverordnung. Diese gesetzliche Vorgabe mit dem Titel U.S. Drug Supply Chain Security Act (DSCSA) betrifft nämlich die Verfolgbarkeit von Arzneimitteln. SAP und Chronicled wollen den Pharmaunternehmen also bei dem rechtskonformen Vertrieb ihrer Produkte in der Vereinigten Staaten helfen.

Die DSCSA betrifft vor allem Medikamente, die nach dem Verkauf zu Apotheken und Kliniken zurückkommen. Diese werden in der Regel weiterverkauft – vorausgesetzt, ihre Echtheit lässt sich verlässlich überprüfen. Die Kooperation mit MediLedger-Entwickler Chronicled weitet die Angebote des SAP Information Collaboration Hub auf zahlreiche Unternehmen aus.

MediLedger selbst wurde schon 2017 von den Pharma-Giganten Pfizer und Genentech entwickelt. Auch SAP beschäftigt sich intensiv mit der Technologie von Bitcoin & Co. So schaffte es der Konzern beispielsweise, neben Siemens und Allianz im April 2019 in die Forbes-Liste der Top-Blockchain-User unter den Großkonzernen.

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