Tether und Bitfinex, Rückschlag für Bitfinex: Gericht bestätigt Zuständigkeit

Quelle: Shutterstock

Rückschlag für Bitfinex: Gericht bestätigt Zuständigkeit

Es wird eng für Bitfinex und Tether. Nachdem ein New Yorker Gericht sich vor einigen Monaten eingeschaltet hatte, wehrten sich die Unternehmen zunächst, indem sie die Zuständigkeit anzweifelten. Nun steht fest: Diese Verteidigungsstrategie ist gescheitert. Die Staatsanwaltschaft konnte Bitfinex Geschäfte mit New Yorker Kunden nachweisen.

Im Gerichtsdrama um die Untersuchungen der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft gegen Bitfinex und Tether steht es 1:0 für die Staatsanwaltschaft. Am 19. August urteilte ein Richter, dass die Unternehmen mit der New Yorker Justiz kooperieren müssen. Dies geht aus entsprechenden Gerichtsdokumenten hervor.

Zuvor hatten die Anwälte von Bitfinex und Tether versucht, die Ermittlungen mit dem Verweis auf Nicht-Zuständigkeit zu verhindern. Schließlich hätten beide Firmen nachweislich niemals in New York operiert. Zudem schlossen die internen Statuten US-Bürger explizit von den Dienstleistungen der Krypto-Unternehmen aus.

Der oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates New York hat nun entschieden, dass dieses Argument nicht stichhaltig ist. Denn eine Kontrolle der Ausschluss-Regelung erfolgte einerseits überhaupt nicht. Folglich gab es sehr wohl Geschäfte mit New Yorker Kunden, was die Staatsanwaltschaft nachweisen konnte. Des Weiteren soll ein Bitfinex-Manager zeitweise in New York gearbeitet haben. Die Anwälte von Bitfinex und Tether entgegnen, dass man auf bestimmte Umgehungsstrategien der Kunden wie etwa Geo-Blocking keinen Einfluss habe.

Bitfinex und Tether wehren sich weiter

Bei dem Verfahren in New York geht es um einen umstrittenen Kredit, den Tether Bitfinex im November 2018 gewährte. Dieser umfasste etwa 650 Millionen US-Dollar und diente dazu, Liquiditätsprobleme bei der Bitcoin-Börse auszugleichen. Darüber informierten die Verantwortlichen allerdings weder ihre Kunden noch die Öffentlichkeit. Außerdem besitzen Bitfinex und Tether dieselbe Unternehmensstruktur, was eine Kreditvergabe unter Umständen unzulässig macht. Deshalb wirft die New Yorker Staatsanwaltschaft den Firmen Verschleierung und absichtliche Täuschung vor.


Tether und Bitfinex, Rückschlag für Bitfinex: Gericht bestätigt Zuständigkeit
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Das Gerichtsverfahren zieht sich bereits seit April 2019. Die Muttergesellschaft von Bitfinex, iFinex Inc., gab für den Rechtsstreit laut eigener Aussage bereits über 500.000 US-Dollar aus. Da Richter Joel Cohen nun auch den Einspruch von Bitfinex abgelehnt hat, ist das Verfahren offiziell legitim. Das bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen fortsetzen darf und Bitfinex und Tether zur Herausgabe der relevanten Dokumente verpflichtet sind.

Offenbar wird die Klage für Bitfinex und Tether größere Konsequenzen haben, als die beiden Firmen anfangs hofften. Obwohl sich die Verantwortlichen weiterhin kämpferisch geben, droht im schlimmsten Fall eine Schließung der Unternehmen.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Tether und Bitfinex, Rückschlag für Bitfinex: Gericht bestätigt Zuständigkeit
Niederländischer Fußballbund testet erfolgreich Blockchain-Tickets
Blockchain

Im Rahmen seines Innovationsprojekts „Change the Game Challenge“ hat der niederländische Fußballbund KNVB auch den Fan-Ticketverkauf per Blockchain getestet. Das Ziel: den Schwarzhandel eindämmen. Damit soll der mehrfache Weiterverkauf von begehrten Fußballtickets zu völlig überhöhten Preisen langfristig unmöglich gemacht werden.

Tether und Bitfinex, Rückschlag für Bitfinex: Gericht bestätigt Zuständigkeit
Ubisoft wird Block Producer bei EOS-Fork Ultra
Altcoins

Der Spieleentwickler und Publisher Ubisoft wird einen Validator Node für die blockchainbasierte Gaming-Plattform Ultra betreiben. Bis zum Jahresende soll Ubisoft in das Testnet von Ultra integriert werden. Wenn alles nach Plan verläuft, wird das Unternehmen auch das Mainnet von Ultra unterstützen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Tether und Bitfinex, Rückschlag für Bitfinex: Gericht bestätigt Zuständigkeit
Niederländischer Fußballbund testet erfolgreich Blockchain-Tickets
Blockchain

Im Rahmen seines Innovationsprojekts „Change the Game Challenge“ hat der niederländische Fußballbund KNVB auch den Fan-Ticketverkauf per Blockchain getestet. Das Ziel: den Schwarzhandel eindämmen. Damit soll der mehrfache Weiterverkauf von begehrten Fußballtickets zu völlig überhöhten Preisen langfristig unmöglich gemacht werden.

Tether und Bitfinex, Rückschlag für Bitfinex: Gericht bestätigt Zuständigkeit
My Two Sats: Was sind UTXOs in Bitcoin?
Bitcoin

Das Bitcoin-Protokoll ist im Kern die Abbildung des UTXO Sets. UTXO steht für Unspent Transaction Output. Wieso Bitcoiner ein rudimentäres Verständnis von der Funktionsweise des Netzwerks haben sollten.

Tether und Bitfinex, Rückschlag für Bitfinex: Gericht bestätigt Zuständigkeit
Ubisoft wird Block Producer bei EOS-Fork Ultra
Altcoins

Der Spieleentwickler und Publisher Ubisoft wird einen Validator Node für die blockchainbasierte Gaming-Plattform Ultra betreiben. Bis zum Jahresende soll Ubisoft in das Testnet von Ultra integriert werden. Wenn alles nach Plan verläuft, wird das Unternehmen auch das Mainnet von Ultra unterstützen.

Tether und Bitfinex, Rückschlag für Bitfinex: Gericht bestätigt Zuständigkeit
Ripple: Illegale XRP-Geschäfte in Höhe von 400 Millionen US-Dollar entdeckt
Ripple

Auch im Zahlungsnetzwerk von Ripple hat das Risikoanalyse-Unternehmen Elliptic nun kriminelle Aktivitäten nachgewiesen. Und gleichzeitig Entwarnung gegeben: Nur 0,2 Prozent aller Transaktionen würden auf Geldwäsche, Betrug oder Diebstahl hindeuten.

Angesagt

Bitcoin vs. Umwelt: Neue Studie entkräftet Vorwürfe gegen Mining-Farmen
Bitcoin

Mining ist ein dreckiges Geschäft. Für den Proof of Work werden ganze Farmen in Betrieb genommen, die den globalen CO2-Ausstoß in die Höhe treiben. Eine neue Studie bezweifelt jedoch das Ausmaß der Energieverschwendung, das gerne als Argument genutzt wird, um Kryptowährungen als Energiefresser dastehen zu lassen.

Canaan: Erstes chinesisches Mining-Unternehmen drängt auf US-Börse
Mining

Das Mining von Bitcoin & Co. ist mittlerweile ein hart umkämpftes Feld. Jetzt drängt das chinesische Bitcoin-Mining-Unternehmen Canaan Inc. auf den US-Markt. Der Hersteller für Mining-Technologie hat jüngst 90 Millionen US-Dollar im Börsengang eingesammelt.

Deposy: Diese IOTA-Lösung soll unser Müllproblem in den Griff bekommen
Szene

Das Team von Biota will mithilfe der IOTA-Technologie das Müllproblem in den Griff bekommen. Das Tangle soll dabei helfen, ein Pfandsystem zu entwickeln, das Menschen für das Sammeln von Plastikmüll belohnt.

Südafrika: First National Bank schließt Konten von Bitcoin-Börsen
Regulierung

Die südafrikanische Bank FNB hat offensichtlich kalte Füße bekommen und die Bankkonten aller Krypto-Börsen geschlossen. Das Risiko sei ihr zu groß, teilte die fünftgrößte Bank Südafrikas mit.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: