Ripple: Illegale XRP-Geschäfte in Höhe von 400 Millionen US-Dollar entdeckt
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Ripple: Illegale XRP-Geschäfte in Höhe von 400 Millionen US-Dollar entdeckt

Auch im Zahlungsnetzwerk von Ripple hat das Risikoanalyse-Unternehmen Elliptic nun kriminelle Aktivitäten nachgewiesen. Und gleichzeitig Entwarnung gegeben: Nur 0,2 Prozent aller Transaktionen würden auf Geldwäsche, Betrug oder Diebstahl hindeuten.

Das Risikoanalyseunternehmen Elliptic prüft nun auch XRP auf kriminelle Aktivitäten bei Transaktionen. XRP ist die drittgrößte Kryptowährung nach Marktwert hinter Bitcoin und Ether und wird im Ripple-Zahlungsnetzwerk verwendet.

In einer Presseerklärung teilte Elliptic mit, mit seiner Risikoanalyse XRP-Transaktionen im Wert von 400 Millionen US-Dollar gefunden zu haben, die für illegale Geschäfte wie Geldwäsche, Diebstahl, Betrug oder den Verkauf gestohlener Kreditkarten genutzt wurden.

Elliptic betont allerdings, dass diese 400 Millionen US-Dollar weniger als 0,2 Prozent aller XRP-Transaktionen ausmachen. Die meisten Aktivitäten seien also legitim.



Nach eigenen Angaben prüft die Elliptic-Analyseplattform inzwischen Transaktionen von über 85 Prozent aller Kryptowährungen auf kriminelle Aktivitäten oder den Austausch mit Partnern, die auf Sanktionslisten stehen.

Wir haben vor mehr als einem Jahr mit der Erforschung von XRP begonnen und bereits mehrere hundert XRP-Konten identifiziert, die mit unerlaubten Aktivitäten in Verbindung stehen,

sagte Tom Robinson, Chefwissenschaftler und Mitbegründer von Elliptic, laut Pressemitteilung.

Ripple-Zahlungsnetzwerk weitgehend sauber

Noch laufe die Analyse von XRP auf der Elliptic-Plattform in der Betaphase, weil die Architektur des Ripple-Netzwerks stark von den Blockchain-Lösungen etwa von Bitcoin oder Ethereum abweicht. Elliptic musste deshalb eine ganz neue Risikoanalyse-Technologie für XRP entwickeln.



Die Elliptic-Analysten wollen vor allem wissen, wie illegale Akteure XRP verwenden. Dies beinhalte laufende Dark-Web-Recherchen oder die Identifizierung von Geldwäschemustern. Dazu sammele Elliptic alle Daten darüber, wie XRP-Konten mit bekannten Akteuren verknüpft sind.

Viel Lärm um nichts?

Die bislang von dem Risikoanalyseunternehmen bei XRP-Transaktionen gefundenen Auffälligkeiten sind als marginal zu bezeichnen. Nur 0,2 Prozent aller Transaktionen gelten im weitesten Sinn als verboten, wie Elliptic selbst zugibt. Dabei geht es nicht immer um inhärent kriminelle Aktivitäten wie die Finanzierung von Terrorismus. Auch einfache Transaktionen mit Bürgern in Staaten, die auf der Sanktionsliste der USA stehen, fallen darunter.

Terrorfinanzierung oder Geldwäsche als Gegenargument für Kryptowährungen ist mit der Realität schlicht nicht zu vereinbaren. Dafür ist Bargeld nach wie vor das mit Abstand beliebteste Mittel.

Die Polizei hat bei der Verhaftung des sudanesischen Diktators Omar El Bashir etwa hunderte Millionen US-Dollar in großen Säcken in seinem Privathaus gefunden. Vor Gericht sagte der Ex-Staatspräsident dann aus, die Geldsäcke per Flugzeug von Saudi-Arabien erhalten zu haben. Omar El Bashir war seit Jahren vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Völkermordes zur Fahndung ausgeschrieben. Saudi-Arabien hatte sich also der Terrorfinanzierung per Geldsack-Transaktion schuldig gemacht. Strafantrag gestellt hat deswegen bislang niemand. Auch auf die US-Sanktionsliste ist Saudi-Arabien nicht gekommen.

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