Petro nur „begrenzt nützlich“: Bitfinex erteilt Absage

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

Quelle: PETRO (PTR) coin being squeezed in vice on the Venezuelan flag background; concept of cryptocurrency PETRO under pressure; regulations. National Venezuela cryptocurrency via shutterstock

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Bitfinex erteilt auf dem hauseigenen Blog Venezuelas Kryptowährung Petro eine klare Absage. Die Signalwirkung der Ankündigung ist nicht zu unterschätzen, wenn eine der weltweit größten Online-Handelsplattformen Maduros Coin offiziell ablehnt.

Als Begründung für die Absage an Venezuelas Coin nennt die Geschäftsführung die eingeschränkte Nutzbarkeit dieser Kryptowährung. Auch heben sie vor, dass es der Regierung Venezuelas bei der Emission des Petro (PTR) letztlich um nichts weiter als die Umgehung der US-Wirtschaftssanktionen ging. Seit dem 19. März ist allen US-Bürgern zudem der Handel mit dieser Währung verboten. Außerdem zieht man deutlich in Zweifel, ob es in Venezuela tatsächlich genügend Ölvorkommen gibt, die als Gegenwert für diesen Coin dienen sollen. Die Time behauptete letzte Woche, Regierungsvertreter und einzelne Geschäftsmänner aus Russland hätten Venezuela bei der Emission des Petro unterstützt. Diese Aussage wurde allerdings zwischenzeitlich vom russischen Außenministerium als reine „Fake News“ abgetan, die der Desinformation dienen sollen.

Der Petro: Laut Bitfinex nutzlos und verboten


In Anbetracht der Finanz- und Wirtschaftssanktionen der USA habe man nie vorgehabt, den PTR in das eigene Portfolio zu integrieren. Die Ankündigung passt zu den Umzugsplänen des Unternehmens, die sich in absehbarer Zeit entweder in Großbritannien oder im Schweizer Kanton Zug niederlassen und regulieren lassen wollen. Momentan ist die Betreibergesellschaft von Bitfinex eine Konstruktion aus mehreren Teilen. Das Unternehmen verteilte sich auf Hongkong und die British Virgin Islands. Die britischen Jungferninseln gelten spätestens seit Aufkommen der Panama Papers als eine der Nationen, die von der Offshore-Finanzbranche sehr intensiv genutzt wird. Letztlich geht es häufig darum, sich dem Zugriff der Finanzbehörden zu entziehen. Momentan bemüht sich die Betreibergesellschaft von Bitfinex sichtlich um Transparenz und Regulation innerhalb Europas. Dazu würde eine Akzeptanz des Petro nicht passen.

BTC-ECHO


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