Ab in die Schweiz? Bitfinex erwägt Umzug

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

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Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Nach Angaben der Schweizer Handelszeitung prüft Bitfinex, eine der weltweit größten Kryptobörsen, derzeit den Umzug in die Schweiz. Die Muttergesellschaft iFinex will sich künftig an einem Standort niederlassen, statt wie bisher auf verschiedene Länder verteilt zu sein. Auch soll deswegen schon mehrfach das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) angehört worden sein.

Die Handelszeitung berichtete am am 28. März von einem möglichen Umzug der Betreibergesellschaft von Bitfinex von Hongkong beziehungsweise den British Virgin Islands in die Schweiz. Das Unternehmen bietet seinen Dienst in 52 Nationen und drei Sprachen an. Im Gegensatz zu anderen Wettbewerbern werden vergleichsweise viele Kryptowährungen angeboten. So kann man dort online Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Ethereum Classic, Litecoin, Ripple, OmiseGO, Monero, NEO, EOS und IOTA handeln. Bitfinex wird nachgesagt, letzten Herbst in den Hochzeiten des Bitcoin ähnlich viel Umsatz wie die London Stock Exchange gemacht zu haben. Im außerordentlich guten Geschäftsmonat Dezember 2017 generierte das Unternehmen nach eigenen Angaben 110 Milliarden US-Dollar Umsatz und 190 Millionen US-Dollar Gewinn.

Gegenüber der Zürcher Handelszeitung soll der CEO des Unternehmens geäußert haben, dass man derzeit nach Optionen sucht, um mehrere Standorte zusammenzulegen. Die Schweiz stehe dabei ganz oben auf der Liste der möglichen Kandidaten. Weiter abgeschlagen werde man auch London als Standort prüfen. Ob Bitfinex überhaupt wechselt, hängt vor allem von den zu erwartenden Regulationen der jeweiligen Finanzaufsicht zusammen. Die Reaktionen auf den möglichen Zuzug sind überaus positiv. Der Schweizer Unternehmer und FDP-Politiker Ruedi Noser sieht den Wechsel für die Schweiz als eine Chance an. Für seine Nation geht es darum, eine führende Stellung in der gesamten Blockchain-Branche einzunehmen. Sein SVP-Kollege Heinz Tännler spricht von einem „tollen Signal“, sollte sich Bitfinex aus Gründen der Rechtssicherheit, Compliance und der steuerlichen Situation letztlich für die Schweiz entscheiden.

Wenn die Geschäftsleitung dem Umzug in die Schweiz zustimmt, würde neben der Muttergesellschaft, die bislang im Steuerparadies British Virgin Islands residiert, auch die Rechts- und Finanzabteilung sowie die gesamte Technik von iFinex mit umziehen. Mit dem Umzug nach Europa will das Unternehmen nach eigenem Vernehmen für mehr Transparenz sorgen. Auch gehe es darum, sich den Vorgaben der hiesigen Regulatoren zu unterwerfen. Dafür benötigt man allerdings in der Wahlheimat Rechtssicherheit. Vorab muss klar sein, wie die Schweiz mit einem derart großen Krypto-Unternehmen steuerlich und finanztechnisch umgehen wird. Daher rühren die Gespräche mit dem Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen und mit dem Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Auch wurden Gespräche mit verschiedenen Schweizer Banken durchgeführt, um zu prüfen, in welcher Form Kooperationen möglich sind.

Umzug von Bitfinex noch nicht in trockenen Tüchern


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Bis auf eine Absichtserklärung in Form einer Pressemitteilung und des Artikels der Handelszeitung ist noch nichts weiter bekannt geworden. Der hauseigene Bitfinex Blog schweigt sich derzeit über dieses Thema aus, statt die Gerüchte offiziell zu bestätigen. Von daher bleibt abzuwarten, ob sich Bitfinex in den nächsten Monaten im Kanton Zug, in London oder überhaupt in Europa niederlässt.

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