Russland bezeichnet Beteiligung an Petro als „Fake News“

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

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Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

Petro

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/ministry-foreign-affairs-russian-federation-moscow-43428895?src=4p4lXG3U7vnV5cZ3WC99pw-1-8

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Nach Informationen der Nachrichtenagentur TASS war Russland nie an der Entstehung der venezolanischen Kryptowährung Petro beteiligt. Die Berichterstattung der TIME wurde am Freitag von einem hochrangigen Vertreter des russischen Außenministeriums als „Fake News“ deklariert. Nach der Berichterstattung vor ein paar Tagen seien derartige Gerüchte wie ein „Platzregen“ auf Russland niedergegangen.

Artyom Kozhin, der stellvertretende Vorsitzende der Informations- und Presseabteilung des russischen Außenministeriums, äußerte sich am 23. März in der TASS. Laut Kozhin verbreitete die TIME „Fake News“, in denen behauptet wird, Russland habe die Regierung Venezuelas aktiv unterstützt, um deren neue Kryptowährung überhaupt emittieren zu können. Ohne Zweifel sei dieser „exklusive Bericht über die Beteiligung“ nichts weiter als eine „eklatante Lüge“, so Kozhin. Die Geschäftsleitung der TIME habe vom Finanzminister ein offizielles Statement in dieser Sache erhalten. Darin dementiere man die Beteiligung bei der Entstehung des Petro. Allerdings habe sich das Magazin dazu entschieden, diese Mitteilung einfach zu ignorieren.

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Eine derartige Einmischung habe nie stattgefunden, so Kozhin. Am Mittwoch habe es lediglich ein Treffen zwischen dem russischen Finanzminister und seinem Kollegen aus Venezuela gegeben. Bei dieser Gelegenheit überreichte man eine Broschüre über den Petro. Es habe laut TASS zudem in dieser Angelegenheit keine Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit der beiden Nationen gegeben. Im Umgang mit der grassierenden Inflation hat sich die Regierung Venezuelas übrigens eine interessante Strategie einfallen lassen. Ab dem 4. Juni 2018 sollen 1.000 Bolivar nur noch einen einzigen Bolivar wert sein. Ob das den Abschwung der Landeswährung und die galoppierenden Preise für Lebensmittel und Medikamente stoppen kann, sei dahingestellt. Von daher kam für Maduro der Petro und die damit erzielten Umsätze zum richtigen Zeitpunkt.

Fake-News-Status fraglich

Die TIME hatte den Russen zuvor ein derartiges Kooperationsobjekt und somit Geopolitik im digitalen Format attestiert. Auch sollen angeblich neben den Behörden auch russische Geschäftsleute bei der Entstehung des neuen Coins geholfen haben, hieß es. Laut dem im Beitrag zitierten offiziellen Dokument sei den beiden Ländern jedes Mittel recht, um die wirtschaftliche Blockadepolitik der USA zu umgehen. Präsident Nicolas Maduro hatte seine Digitalwährung im Vorfeld als „Kryptonit“ im Kampf gegen die US Regierung bezeichnet. Die USA verunglimpfte Maduro als „Superman“ und somit als Welt-Polizisten. US-Präsident Trump hat zwischenzeitlich reagiert und innerhalb der USA ein Petro-Verbot erlassen. Ob die in der TIME abgedruckten Informationen wirklich „Fake News sind, lässt sich derzeit nicht mit Sicherheit beantworten.

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