Petro: Ein Listing macht noch keine (gute) Kryptowährung

Leopold Bosankic

von Leopold Bosankic

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Leopold Bosankic

Leopold Bosankic hat Wirtschaftsinformatik studiert. In seiner Freizeit bloggt und programmiert er für Researchly (researchly.info), einer Plattform für Blockchain- und Krypto-Research.

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Venezuelas staatliche Kryptowährung Petro musste bisher viel Kritik einbüßen. Viele zweifelten an der Sinnhaftigkeit und das noch bevor sie offiziell erhältlich war. Doch seit dem 17. Oktober dürfen sechs Krypto-Börsen den Petro listen. Die ersten Zeichen sehen jedoch nicht gut aus und Verbesserung ist nicht in Sicht.

Seit dem 17. Oktober sind sechs venezolanische Krypto-Börsen berechtigt, Venezuelas staatliche Kryptowährung, den Petro (PTR), zu listen. Darunter Bancar, afx, CAVE BLOCKCHAIN, Amberes, Cryptia und CriptoLago. Alle diese Krypto-Börsen besitzen eine Handelslizenz der Regierung. Offenbar taugt diese Lizenz jedoch nur bedingt als Gütesiegel. Denn zwei der lizenzierten Krypto-Börsen funktionieren nur bedingt. Bei afx konnten Nutzer sich nicht registrieren und bei CriptoLago nicht auf die Handelsplätze zugreifen.

Keine Nutzung, keine Börsen


Abgesehen davon hat zum Zeitpunkt des Schreibens CAVE BLOCKCHAIN als einzige Börse den Petro gelistet. Der Status bei Bancar konnte nicht überprüft werden, weil dafür eine Registrierung inklusive KYC notwendig war.

Weiters bietet noch keine der „sechs mächtigsten“ Krypto-Börsen, mit denen Staatspräsident Maduro in Gesprächen sei, den Petro an. Am 1. Oktober, so noticierodigital, habe Maduro verkündet, dass die Regierung mit den „sechs mächtigsten Krypto-Börsen der Welt” zusammenarbeite. Die Namen der Krypto-Börsen nannte er nicht.

Maduros Bereitschaft, mit Krypto-Börsen zusammenzuarbeiten, steht in Widerspruch zur Einstellung der Regierung Großbritanniens. Erst kürzlich verhinderte die dortige Regierung die Ausgabe der staatlichen, goldgedeckten Kryptowährung Royal Mint Gold, weil das Risiko eines Imageschadens bei der Zusammenarbeit mit einer Krypto-Börse zu hoch sei.

Wie dem auch sei, die wenigen Krypto-Börsen würden aber zumindest die mangelhafte Nutzung des Petros erklären. Seit dem Genesisblock vom 13. Oktober wurden nur 242 Blöcke erstellt. Zum Vergleich: Bei Ethereum wurden seit dem Beginn in 2015 täglich mindestens ca. 3.000 Blöcke generiert.

Stärkere Petro-Nutzung unwahrscheinlich

Berücksichtigt man die Kritik an dem Öl-Coin, ist die Zurückhaltung der Nutzer und Krypto-Börsen nachvollziehbar. Unter anderem verbot der US-amerikanische Präsident Donald Trump den Handel mit jeder von Venezuela ausgegebenen Kryptowährung. Auch forderten mehrere US-amerikanische Senatoren, Sanktionen gegen den Petro zu verlängern und auszuweiten. Zweifel an der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit oder der Plagiats-Verdacht verschlimmern die Lage zusätzlich. Das Listing des Petros bei Krypto-Börsen – die „mächtigsten der Welt“ oder nicht –wird diese Probleme nicht beseitigen.

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