Overstock bezahlt als erstes Unternehmen Steuern in Bitcoin

Quelle: Shutterstock

Overstock bezahlt als erstes Unternehmen Steuern in Bitcoin

Der Onlinehändler Overstock wird im US-Bundesstaat Ohio einen Teil seiner Steuern in Kryptowährungen entrichten. Overstock ist damit das erste Unternehmen, das von dieser Möglichkeit Gebrauch macht – und bestätigt erneut seinen Ruf als Pionier der Bitcoin-Adaption.

In den USA ist bekanntlich einiges erlaubt, was in Deutschland noch der Legalisierung harrt. So haben Unternehmen im US-Bundesstaat Ohio seit diesem Jahr die Möglichkeit, einen Teil ihrer Steuern in Bitcoin zu zahlen. Der Onlinehändler Overstock ließ sich das nicht zweimal sagen. In einer Pressemitteilung hat das Unternehmen am 3. Januar verkündet, die Gewerbesteuer in Bitcoin an den Fiskus zu entrichten. Overstock-CEO und Blockchain-Enthusiast Patrick M. Byrne:

„Wir sind seit Langem der Meinung, dass eine durchdachte staatliche Einführung neuer Technologien wie Kryptowährungen (wenn sie von einer nicht restriktiven Gesetzgebung über diese Technologien begleitet wird) der beste Weg ist, um sicherzustellen, dass die USA nicht den Platz an der Spitze der sich ständig weiterentwickelnden Weltwirtschaft verliert.“

Damit ist Overstock das erste Unternehmen, das von dieser Möglichkeit Gebrauch macht. Die progressive Haltung Ohios geht vor allem auf Schatzmeister Josh Mandel zurück. Dieser hat dem Wallstreet Journal verraten, dass Bitcoin für ihn ein legitimes Zahlungsmittel darstellt. Byrne lobt Mandel in der Pressemitteilung explizit:

„Wir sind stolz darauf, mit zukunftsweisenden Regierungen und Beamten wie Ohio und Treasurer Mandel zusammenzuarbeiten, um eine Ära des Vertrauens durch Technologie für die grundlegenden Finanzsysteme unserer Nation einzuleiten.”

Byrne hat sonst selten lobende Worte für Regierungen übrig. Der Overstock-CEO gilt als libertär gesinnt und extrem krypto-affin. Overstock gehört zu den ersten größeren Unternehmen, die Bitcoin-Zahlungen akzeptierten.

Overstock setzt 2019 ganz auf Blockchain

Mit Medici Ventures verfügt Overstock zudem über eine Investment-Tochtergesellschaft, die exklusiv in Blockchain-Projekte investiert. Zu den bekanntesten Projekten gehört tZERO, eine Plattform mit Fokus auf die Entwicklung und Vermarktung von FinTech auf Basis von kryptographisch gesicherten, dezentralen Ledgern. Derzeit arbeitet tZERO an einer Plattform für den Handel mit tokenisierten seltenen Erden und Edelmetallen.

Außerdem plant Overstock, sein Retailgeschäft noch zu Beginn dieses Jahres zu verkaufen. Bereits im Februar könnte es soweit sein. Das Unternehmen fokussiert sich dann gänzlich auf Blockchain-Projekte.

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Monatsabo inkl. GRATIS Bitcoin Whitepaper (Deutsche Fassung gedruckt)

 

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Unternehmen

Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Unternehmen

Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein
Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein
Invest

Die Trading-Plattform Robinhood sammelt in einer Series-E-Funding-Runde 323 Millionen US-Dollar ein. Damit ist das Unternehmen mit 7,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Geld soll auch in den Ausbau der Krypto-Sparte fließen, diese ist jetzt bereits in 30 US-Bundesstaaten verfügbar.

Bitcoin-Gerüchteküche: Justin Sun in China angeklagt
Bitcoin-Gerüchteküche: Justin Sun in China angeklagt
Szene

Neues aus der Bitcoin-Gerüchteküche. Gegen Justin Sun soll aktuell ermittelt werden. Die Gerüchte kamen auf, als der Gründer und Vorsitzende der Kryptowährung TRON sein Krypto-Dinner mit Warren Buffet und „Größen“ aus dem Bitcoin-Ökosystem abgesagt hat.

Angesagt

Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Krypto

Der Gerichtsprozess rund um die in Verruf geratene Bitcoin-Börse BitFinex und den Stable-Coin-Anbieter Tether geht in eine neue Runde. Nun sagt einer der Anwälte der Firmen, dass weder BitFinex noch Tether Kunden in den USA betreuen würden.

BaFin genehmigt ersten Immobilien-Token
STO

Die BaFin genehmigt das erste deutsche Security Token Offering (STO) für blockchainbasiertes Immobilieninvestment und das zweite deutsche STO überhaupt. Damit gibt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht den Startschuss für digitale Wertpapiere im Real-Estate-Bereich. Ein neues Anlagevehikel?

WEX: Ex-CEO von Bitcoin-Börse festgenommen
Szene

In dieser Akte stecken eine Menge Fragezeichen. Im Fall um Alexander Vinnik und btc-e.com ist nach über zwei Jahren zwar noch lange kein Ende in Sicht. Nun wurde außerdem der mutmaßliche Nachfolger Vinniks, Dmitry Vasiliev, in Italien gefasst. Unklar ist, ob er die Börse überhaupt übernommen hat. Die zuständigen Behörden halten sich (noch) bedeckt.

AS Rom bekommt eigenen Fan-Token
Altcoins

Die Fans des AS Rom bekommen einen eigenen Token. Hierfür ist der italienische Klub eine Kooperation mit der Blockchain-Plattform Socios eingegangen. Künftig können die Unterstützer des Klubs über die Sportplattform mit dem Verein interagieren und erhalten dabei für die Token ein exklusives Mitspracherecht an Klubentscheidungen. Mit der Marketing-Initiative will der Klub seine Unterstützer noch enger an sich binden.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: