OneCoin-Kritikerin erhält Todesdrohungen

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Kryptowährung ist nicht gleich Kryptowährung. Vor nicht allzu langer Zeit wurde der Krypto-Markt regelrecht von neuen Coins und Token überschwemmt. Allerdings hielt nicht jede neue Währung auch das, was sie versprach, so auch im Fall von OneCoin. Viele Zeichen deuten darauf, dass es sich bei der Kryptowährung um einen Pyramiden-Scam handeln könnte. Die Ermittlungen laufen an. Indessen erhält eine lautstarke OneCoin-Kritikerin Todesdrohungen.

Eine Britin hat in einem Podcast der BBC Kritik am mutmaßlichen Krypto-Scam OneCoin geübt. Seitdem erhält sie Todesdrohungen. Indessen laufen in den USA weiterhin Gerichtsverfahren gegen die Betreiber der vermeintlichen Kryptowährung.

Wie die BBC berichtet, investierte die 49-jährige Jen McAdams zunächst selbst 8.000 Pfund in das mutmaßliche Pyramidensystem. Wie für derartige „Geschäftsmodelle“ typisch, überzeugte sie sodann Freunde und Verwandte, insgesamt weitere 220.000 Pfund in OneCoin zu stecken. Diese Gelder sahen sie nie wieder, weswegen McAdams sich nun öffentlich gegen die Kryptowährung engagiert.

Nachdem McAdams so an einem BBC Podcast über OneCoin teilnahm, soll die Glasgowerin von einem regelrechten „Sturm an Beleidigungen“ überrollt worden sein. Die meisten Drohungen ereilten sie hierbei über Facebook. McAdams äußerte gegenüber der BBC die Vermutung, dass die verbalen Angriffe eine koordinierte Attacke von Unterstützern der Kryptowährung sind. Der sich hieraus ergebenden psychischen Belastung zum Trotz gab sie dennoch an, nicht aufgeben zu wollen, bis sie und andere „OneCoin-Opfer“ endlich Gerechtigkeit erfahren.

US-Behörden stufen OneCoin als Pyramiden-Scam ein


Die Betreiber des aus Bulgarien stammenden OneCoin sollen zwischen 2014 und 2016 vier Milliarden US-Dollar von Investoren eingenommen haben. Laut der BBC erwarben allein im Vereinigten Königreich 70.000 Menschen Einheiten der vermeintlichen Kryptowährung. Die Investoren stellten allerdings alsbald fest, dass sie den Coin weder handeln noch gegen Fiatgeld eintauschen konnten.

Ebendeswegen erhoben US-Staatsanwälte im März 2019 Anklage gegen die Betreiber der Kryptowährung. Einer der Ermittler bezeichnete OneCoin als einen „alten Scam mit neuem Twist“.  OneCoin sei demnach ein klassisches Pyramidensystem, bei dem Investoren aktiv dazu angehalten werden, neue Geldgeber zu rekrutieren. Das Ganze setzt sich dann ins Unendliche fort, wobei jeder neue Investor wieder Geld in der Pyramide nach oben laufen lässt. Nach Angaben der US-Ermittler erfüllt der Coin keinerlei praktische Funktion, auch das beworbene OneCoin Mining existiere nicht. Vertreter der Kryptowährung und ihre Anwälte weisen all diese Vorwürfe im Übrigen von sich.

Nichtsdestotrotz muss sich Konstantin Ignatov, einer der Hintermänner, in den USA vor Gericht verantworten. Auch gegen seine Schwester und OneCoin-Mitbegründerin Ruja Ignatova läuft ein Gerichtsverfahren wegen Geldwäsche. Sie ist allerdings schon seit 2017 von der öffentlichen Bildfläche verschwunden. Ihr aktueller Aufenthaltsort ist unbekannt. Auch gegen andere Personen laufen in dieser Sache aktuell Ermittlungsverfahren.


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