Österreich: Altcoins kaufen statt Briefe verschicken? – Post wird zur Exchange

Kai Baum

von Kai Baum

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Kai Baum

Kai Baum entwickelte bereits in seinen jungen Jahren ein hohes Maß an Interesse für neue Technologien. Nach dem Abitur lernte er die Blockchain-Technologie kennen und ist seitdem auf der ganzen Welt unterwegs, um möglichst viele Krypto-Projekte kennen zu lernen.

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Die Post in Österreich baut ihr Netzwerk zum Kauf von Altcoins aus. Zudem wird zeitgleich ein Rückgang von Briefpost verzeichnet, der einem amerikanischen Versandhändler einen Milliardenverlust beschert. Bringt der Kryptowährungshandel die Rettung?

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

An über 1.700 Verkaufsstellen in Österreich kann man derzeit mit seinem Fiatgeld Altcoins erwerben. Größter Partner der Initiative von Bitpanda ist mit über 400 Filialen die österreichische Post. Dabei werden Altcoins wie Bitcoin, Ethereum, Litecoin, IOTA, Ripple, Dash & Co. mithilfe von Prepaid-Karten in 50-, 100- und 500-Euro-Beträgen direkt auf die eigene Wallet überwiesen. Bitpanda-To-Go nennt sich die Initiative der gleichnamigen Wiener Exchange Bitpanda, eine der führenden europäischen Kryptobörsen.

Mithilfe der Postleitzahl lassen sich Verkaufsstellen in der Umgebung finden. Davon befinden sich allein in Wien über 240. Zur Registrierung genügt eine E-Mail-Adresse. Der Erhalt der Prepaid-Karte erfolgt nach der Bezahlung mit Fiatgeld. Danach sendet man den Betrag in der gewählten Kryptowährung automatisch auf die integrierte Wallet.

Durch das eng gestrickte Netzwerk an Postfilialen entsteht nicht nur ein immenser Konkurrenzvorteil. Außerdem schafft die Post neue Brücken für eine effektive Integration von Kryptowährungen in die Gesellschaft.

Kann ein Kryptohandel den Milliardenverlust beheben?


Bedeutend ist es vor allem für die Post, relevant zu bleiben. Denn das Volumen der Briefpost in Österreich verzeichnet einen konstanten fünfprozentigen Rückgang pro Jahr.

Ähnlich sieht es bei dem amerikanischen Versandhändler UPS aus: Innerhalb des letzten Jahres verzeichnete UPS einen Verlust von 1,8 Milliarden US-Dollar. Verursacht wurde dieser, nach eigenen Aussagen, größtenteils durch die schwindende Zahl von Brief- und Werbesendungen. Möglicherweise kann ein Handel mit Kryptowährungen auch hier eine Alternative bieten.

Umso wichtiger sei es deshalb für die österreichische Post, richtig auf das Verhalten ihrer Kundschaft zu reagieren und deren Bedürfnisse mit relevanten Dienstleistungen und Produkten zu begegnen.

Am 1. Juni berichtete BTC-ECHO über die Bestrebungen der Finanzmarkaufsicht in Österreich, Kryptowährungen und ICOs stärker zu regulieren. Spannend bleibt, ob und inwiefern sich diese Regulationen auf die Bitpanda-To-Go-Initiative auswirken.

BTC-ECHO


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