Zcash hat sein Netzwerk-Upgrade NU7 am Donnerstag bei Blockhöhe 3.543.405 auf dem Mainnet aktiviert. Damit setzt der Privacy-Coin eine Entwicklung fort, die ihn in diesem Jahr zu einem der auffälligsten Werte am Markt gemacht hat. Erst Ende Juli war mit NU6.3 ein neuer Anonymitätsbereich namens Ironwood gestartet, in dem inzwischen 4,22 Millionen ZEC liegen.
Die neuste Änderung des Upgrades betrifft die angestrebte Blockzeit, denn diese sinkt von 75 auf 25 Sekunden. Damit die Geldmenge trotzdem gleich bleibt, sinkt die Belohnung je Block im selben Verhältnis und die Zahl der Blöcke bis zum nächsten Halving verdreifacht sich. Der Zeitplan für die Halbierungen sowie die Obergrenze von 21 Millionen ZEC bleiben unverändert.
Die zweite Verbesserung behandelt ein Problem, welches Zcash mit Bitcoin teilt, denn mit jedem Halving sinken die Einnahmen der Miner. Um die Sicherheit des Netzwerks weiterhin dauerhaft zu gewährleisten, kommt deshalb ein neuer Mechanismus ins Spiel, der Network Sustainability Mechanism. Künftig sollen 60 Prozent der Transaktionsgebühren jedes Blocks in eine öffentliche Reserve statt an die Miner fließen, die verbleibenden 40 Prozent gehen wie gewohnt an sie.
Was dabei auf dem Spiel steht, zeigt ein Blick auf die Größenordnung. Fast 30 Prozent aller ZEC liegen inzwischen in geschützten Pools, verteilt auf mehrere Generationen der Technologie.
Doch nicht alles läuft perfekt, eine Nebenwirkung trifft derweil Nutzer, deren Coins noch im ältesten Anonymitätsbereich lagen. Der Sprout-Pool (Sprießen), war seit Jahren für neue Einzahlungen geschlossen und NU7 lässt Transaktionen der Version vier nicht mehr zu. Der verbliebene Bestand von 12.224 ZEC ist damit eingefroren, wenn auch nicht vernichtet. Beim aktuellen ZEC-Kurs entspricht das einem Wert von über 15 Millionen US-Dollar.

