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The Winner takes it all Winklevoss und Zuckerberg streiten ums Metaversum

Die Winklevoss-Brüder planen ihre Investitionen ins dezentrale Metaversum, in dem großen Tech-Konzerne nicht per Default eine Vormachtstellung haben. Facebook hält dagegen.

Marlene Müller
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Die Winklevoss-Brüder

Beitragsbild: Shutterstock

400 Millionen US-Dollar, soviel erhielt das Krypto-Unternehmen Gemini der beiden Winklevoss-Brüder in der aktuellen Kapitalerhöhung. Zu den Investrienden gehörten unter anderem die Fonds Morgan Creek Capital und ParaFi Capital. Der Gemini-Vorstand wird damit nun auch um ein drittes Mitglied erweitert: Sachin Jaitly ergänzt Cameron und Taylor. In Zukunft sollen noch weitere Mitglieder und Partner folgen.

Darüber hinaus erhält die New Yorker Muttergesellschaft Gemini Space Station, LLC. eine Bewertung von 7,1 Milliarden Dollar. Die Einnahmen aus der Finanzierung möchten die Brüder in die Entwicklung eines Metaversums stecken, das anders als Facebooks Pläne nicht vorsieht, dass große Tech-Unternehmen ihre Vormachtstellung im digitalen Raum behalten. Cameron Winklevoss erklärt gegenüber Forbes:

Im Moment gibt es diese zwei parallelen Wege, was die Technologie angeht. Es gibt einen zentralisierten Weg wie Facebook oder Fortnite, der nur einen Schritt davon entfernt ist, ein Metaversum zu sein, und das ist völlig in Ordnung. Aber es gibt einen anderen Weg, das dezentrale Metaverse, und das ist das Metaverse, bei dem wir glauben, dass es mehr Auswahl, Unabhängigkeit und Möglichkeiten gibt und es gibt Technologien, die die Rechte und die Würde des Einzelnen schützen.

Taylor Winklevoss

Wird das Metaversum zentral oder dezentral?

Wie Forbes schreibt, sehen die Metaversum-Interessierten gerade zwei Entwicklungen im Space. Auf der einen Seite stehen Unternehmen wie Facebook oder Fortnite. Diese versuchen auch in Zukunft sicherzustellen, dass die Aktionäre der große Big Tech-Gigangen Profite aus den Milliarden Menschen ziehen, wie sie es gerade schon tun. Auf der anderen Seite stehen Dutzende von Blockchain-Startups, die eine andere Vision des Metaversums haben, wie Forbes schreibt:

Anstelle des werbefinanzierten Modells, das sich für Social-Media-Unternehmen als so lukrativ erwiesen hat (und für Fehlinformationen und politische Beeinflussung fruchtbar ist), werden die meisten Metaversen winzige Mengen an Kryptowährung erfordern, ähnlich dem “Gas”, das zum Betrieb anderer dezentraler Anwendungen verwendet wird. Während sich die Einnahmemodelle sicherlich vermehren werden, wird der Preis umso höher sein, je größer die Nachfrage nach diesen Token ist, wodurch der Wert derselben Währung, die die Nutzer nun besitzen, steigt und der Reichtum den Nutzern statt den Aktionären zufließt.

Forbes

Investitionen in vielversprechende Unternehmen

Winklevoss gehören mit Gemini zu den Investoren eben dieser Start-up Unternehmungen. So gehörte der Winklevoss Capital Fund zur Investor-Gruppe, die diese Start-ups unterstützt. So investierten sie beispielsweise im September mit in eine 200-Millionen-Dollar-Unterstützung der Dezentralisierten sozialen Netzwerke (DeSo) Blockchain.  Im November gehörte Winklevoss Capital Fund zu den Investor:innen, die 93 Millionen Dollar an The Sandbox (SAND) vergab. Teil dieses Deals war auch der Kauf eines virtuellen Grundstücks. Davon erhofft sich Tyler, dass die Menschen künftig so in die drei dimensionale Website des Unternehmens eintauchen können:

Anstatt stationäre Bankfilialen im Meatspace zu errichten, werden wir eine Gemini-Erfahrung in verschiedenen Metaversen aufbauen, in der Sie in Gemini einsteigen und handeln können.

Taylor Winklevoss

Der Konkurrenzkampf ums Metaversum hat begonnen, selbst wenn es den Brüdern dieses Mal gelingt vor Zuckerberg mehr Teilnehmer:innen auf die eigene Plattform zu holen, warten noch weitere Metaversum-Projekte wie das 2,5 Billionen US-Dollar schwere von Microsoft und 731 Milliarden US-Dollar von Nvidia.

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