Wieviel Bitcoin bleiben übrig, wenn Apple und Co. einsteigen?
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Bitcoin-Logo hinter diversen Wolkenkratzern

Quelle: Shutterstock

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Microstrategy hat bekanntermaßen nahezu seine gesamte Bargeld-Reserve in Bitcoin umgeschichtet. Was wäre, wenn die Top-10 NASDAQ-Unternehmen das Gleiche machten? Ein Rechenbeispiel.

Spätestens seit dem Einstieg von Tesla in Bitcoin stellt sich die Frage, was passiert, falls der Rest der reichsten amerikanischen Tech-Unternehmen, also der NASDAQ-Top-10, es dem Autobauer gleichtut. Wir haben daher einen Blick auf die Bilanzen der zehn größten NASDAQ-Konzerne geworfen um zu sehen, wie viel Bitcoin Apple und Co. mit ihrer Cash-Reserve kaufen könnten.

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Apple

Mit einer Marktkapitalsierung von über 2,3 Billionen US-Dollar ist Apple der klare Spitzenreiter im NASDAQ. Im aktuellen Quartalsbericht gibt Apple eine Cash-Position (Zahlungsmittel und -Äquivalente) von rund 36 Milliarden USD an. Würde Apple es MicroStrategy gleichtun und seine Cash-Reserven zum Großteil in BTC umwandeln, kämen bei einem Bitcoin-Kurs von 45.000 USD rund 800.000 BTC zusammen.

Microsoft

Der IT-Gigant hat mit 14,4 Milliarden US-Dollar zwar etwas weniger Bares für Rares übrig als Apple. Dennoch könnte sich Microsoft beim aktuellen Bitcoin-Kurs 1,48 Prozent – 311.111 Bitcoin – der gesamten Umlaufmenge des digitalen Goldes unter den Nagel reißen.

Amazon

Amazon gehört zweifellos zu den größten Profiteuren der Corona-Krise – schließlich ist der König des Online-Handels immun gegen Lockdowns. Das starke Jahr 2020 hat Amazon eine prallgefüllte Portokasse beschert. Mit seiner über 42 Milliarden USD schweren Cash-Reserve könnte Amazon aktuell 933.333 Bitcoin kaufen. Das sind knapp 4,44 Prozent aller BTC, die es jemals geben wird.

Alphabet

Auch der Google-Dachkonzern Alphabet könnte sich, wenn er denn wollte, alleine mit seiner Cash-Reserve ein gutes Stück vom Bitcoin-Kuchen sichern. Würde Google seine 17,5 Milliarden USD in BTC konvertieren, entspräche das einem Anteil von 1,79 Prozent an der Gesamtversorgung von Bitcoin.

Facebook

Die Facebook-Aktie konnte seit dem Corona-Crash im März 2020 wieder erholen. Aktuell handelt Facebook mit 220 Euro rund zehn Prozent über dem Niveau von vor einem Jahr. Die Bargeld-Rücklagen des Social-Media-Giganten betragen laut dem aktuellen Quartalsbericht rund 17,57 Milliarden US-Dollar. In Bitcoin ausgedrückt sind das etwa 377.777 BTC beziehungsweise 1,79 Prozent des Gesamtbedarfs.

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Tesla

1,5 Milliarden US-Dollar hat Tesla bereits in Bitcoin umgeschichtet. Mit 43.000 BTC hält der E-Autobauer nun 0,2 Prozent aller BTC die jemals “geschürft” werden. Damit hält Tesla nach MicroStrategy (71.079 BTC) die meisten BTC unter NASDAQ-Unternehmen. Dabei könnte Tesla sein BTC-Investment noch deutlich ausbauen – das Geld dafür wäre zumindest vorhanden. Würde Elon Musk das über 19 Milliarden USD große Cash-Vermögen von Tesla in Bitcoin parken, würden sich zu den 0,2 Prozent weitere 0,44 Prozent gesellen. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Tesla könnte sich aktuell 91.904 BTC leisten.

Nvidia

Nvidia wird seine Zahlen zum Q4 2020 erst am 24. Februar präsentieren. Die letzten offiziellen Zahlen zum Barvermögen des Technologiekonzerns stammen aus dem Quartalsbericht zu Q3 2020. Danach verfügt Nvidia über eine Cash-Reserve von 2,251 Milliarden US-Dollar. Das entspräche beim aktuellen Bitcoin-Kurs etwa 48.888 Einheiten.

PayPal

PayPal hat durch die Bekanntgabe seiner Bitcoin-Integration maßgeblich zum Bullen-Markt beigetragen. Seit der Zahlungsdienstleister seinen US-amerikanischen Kunden den Kauf und Verkauf von Bitcoin und weiteren Kryptowährungen ermöglicht, kauft PayPal massive Mengen an Bitcoin, um sein Angebot auch mit der entsprechenden Liquidität zu unterfüttern. Als Reserve-Asset hat Paypal BTC indes noch nicht ausgerufen. Würde sich PayPal dazu entscheiden, seine Cash-Reserve von rund 4,8 Milliarden USD in BTC umzuschichten, entspräche das 106.666 BTC – etwa 0,5 Prozent des Bitcoin Supplys.

Netflix

Auch Netflix gehört zu den Krisengewinnern 2020. Dem Streaming-Anbieter hat der globale Lockdown aus naheliegenden Gründen in die Karten gespielt. Die Bargeld-Rücklage von Netflix ist entsprechend von 5 Milliarden (Q4 2019) auf 8,2 Milliarden USD gestiegen. Sollte Netflix auf die Idee kommen, statt Dollar lieber Bitcoin zu hodln, könnte der Streaming-Marktführer damit 182.000 BTC einkaufen.

Unternehmen halten bereits 6 Prozent aller BTC

Zwar ist es unwahrscheinlich, dass die oben genannten Top-10-NASDAQ-Unternehmen es MicroStrategy gleichtun und nahezu ihre komplette Cash-Rücklage in Bitcoin parken. Allerdings ist der “Corporate Bitcoin Standard” ein durchaus realistisches Szenario. Laut der Website Bitcointreasuries.org liegen bereits über 6 Prozent aller BTC auf Wallets, die entweder zu einem Unternehmen oder einem ETF-ähnlichen Anlageprodukt zählen. Allen voran ist hier der Bitcoin-Trust von Grayscale hervorzuheben. Mittlerweile “hodlt” Grayscale 649.130 BTC – über 3 Prozent der Gesamtversorgung.


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