Weltweite Krypto-Regulierung für IWF-Chefin Lagarde „unausweichlich“
David Barkhausen

von David Barkhausen

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Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/paris-france-may-27-2011-christine-185321009?src=cMk1sikoXLAefuSryNhvpg-1-13

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Nach Ansicht von IWF-Chefin Christine Lagarde steht die weltweite Regulierung von Kryptowährungen „unausweichlich“ bevor. Dies äußerte sie im Zuge eines Interviews im Rahmen des derzeit stattfindenden World Government Summit in Dubai am vergangenen Sonntag. Gründe dafür sieht der Kopf des Internationalen Währungsfonds IWF vor allem in den Gefahren derer illegalen Nutzung. Nach wiederholten Vorsichtsforderungen und koordinierter Aktivitäten lässt Lagardes erneute Warnung letztlich nicht nur ein zukünftiges Einschreiten des IWF erahnen – sondern damit ein Ende des weltweiten Regulierungs-Flickenteppichs wahrscheinlicher werden.

Fragt man Christine Lagarde, so liegt die Antwort auf die Frage, die so manch Regierenden dieser Tage umtreibt, bereits auf dem Tisch. Wie mit dem steigenden Einfluss von Kryptowährungen umzugehen sei, ist sie sich am Sonntag auf dem Politik- und Technologiegipfel World Goverment Summit sicher.


“Es ist unausweichlich. Das ist ganz klar ein Feld, in dem wir internationale Regulierung und anständige Überwachung brauchen”,

so die 62-jährige Französin im Interview mit CNNMoney. Dabei warnte sie vor „dunklen Aktivitäten“ im Dunstkreis der Digitalwährungen.

Diese Notwendigkeit läge vor allem in den Gefahren der illegalen Nutzung. So betonte sie, der IWF verfolge derzeit aktiv Bestrebungen, die Möglichkeiten von Geldwäsche und Terror-Finanzierung durch Digitalwährungen einzudämmen. Dabei müssten sich Regulatoren jedoch viel weniger auf einzelne Währungen beziehen, sondern die Personen in den Blick nehmen, die diese nutzen. Hierbei gelte es zu überprüfen, wer die Währungen für was nutze und ob es Lizenzen und zuständige Aufsichten gäbe.

Lagarde hatte in der Vergangenheit bereits häufig vor den kriminellen Potentialen von Kryptowährungen gewarnt. Ein Aufruf zur gemeinsamen Regulierung ist dennoch neu.

Von Davos nach Buenos Aires: Krypto-Regulierung auf höchstem Wirtschaftsparkett

Zuletzt hatte sich die IWF-Chefin vergangenen Monat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zum Thema Krypto-Regulierung zu Wort gemeldet. Hier bekräftigte sie, dass sich der IWF bereits intensiv mit den Chancen und Herausforderungen von Kryptowährungen beschäftige. Illegale Geschäfte, die mit der Hilfe von Kryptowährungen getätigt werden, seien inakzeptabel. Dennoch gab sie die Innovationskraft der Währungsneulinge zu bedenken.


Entschiedener hatten sich in Davos etwa der US-Finanzminister Steven Mnuchin oder die britische Premierministerin Theresa May geäußert. Sie ließen ihrerseits kommende Regulierungsinitiativen anklingen und folgten dabei dem Echo Lagardes. So verkündete May, ihre Regierung würde sich „sehr ernst“ mit den kriminellen Nutzungsmöglichkeiten von Kryptowährungen beschäftigen.

Derweil fordert Bundesfinanzminister Peter Altmaier mit seinem französischen Amtskollegen Bruno LeMaire diesen Monat, Krytowährungen auf die Gipfel-Agenda des anstehenden G20-Gipfels zu setzen. So drängen Deutschland und Frankreich Gastgeberland Argentinien in einem gemeinsamen Brief an die G20-Präsidentschaft, das Thema Regulierung von Kryptowährungen bei dem im März anstehenden Gipfeltreffen zu bedenken. Dort gelte es, internationale Lösungsansätze zu entwickeln, in Zukunft mit dem neuaufkommenden Krypto-Handel umzugehen.

Buenos Aires bestätigt dabei, was Davos bereits ankündigte: Kryptowährungen finden zielstrebig ihren Weg auf die großen Bühnen der Welt-Wirtschaftsgipfel.

Weltweit bildet sich derzeit jedoch nach wie vor ein regelrechter Flickenteppich mit Blick auf die regulatorische Antworten einzelner Staaten. Fragt man Regierungen, staatliche Institutionen und Behörden, herrscht alles andere als ein Konsens darüber, wie mit den digitalen Bezahlalternativen zu verfahren sei. Schaltet sich der IWF nun koordinierend ein, wäre dies ein wahrlicher Game-Changer.

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