Zur richtigen Zeit VISA stellt universellen Adapter zwischen Blockchains vor
Marlene Müller

von Marlene Müller

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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Um private Stablecoins und CBDCs gegeneinander auszutauschen, könnte man in Zukunft VISAs 2-Layer-Lösung verwenden.

Es ist offiziell: VISA möchte als Infrastruktur-Anbieter für Krypto-Zahlungen ernst genommen werden. Mit der jetzt vorgestellten 2-Layer-Lösung, um verschiedene Währungen gegeneinander auszutauschen, wird es wohl schwierig es nicht zu tun.


VISA als Cross-Chain-Lösung

Bei dem Vorschlag, den VISA liefert, handelt es sich um eine Art universelle Adapter mit dem Namen Universal Payments Channels. Das Projekt, dessen Entwicklung bereits im Jahr 2018 gestartet ist, trifft nun voll in eine bisherige Marktlücke. Das Unternehmen möchte mit der Lösung die Möglichkeit bieten, digitale Vermögensgegenstände zwischen verschiedenen Protokollen und Wallets hin und her zu senden. Indes beschreibt Catherine Gu, Global CBDC Product Lead, einen Use-Case in der Pressemitteilung so:

Stellen Sie sich vor, Sie teilen die Rechnung mit Ihren Freunden, und jeder am Tisch verwendet eine andere Art von Geld – einige verwenden eine digitale Zentralbankwährung wie die schwedische eKrona, andere bevorzugen einen privaten Stablecoin wie USDC. Wie wäre es, wenn Sie 500 Dollar in USDC an einen Freund in London schicken und diese Gelder automatisch in digitale britische Pfund umgewandelt werden, bevor sie in ihrem CBDC-Wallet ankommen?

Catherine Gu

Wie dieses Statement ahnen lässt, konzentriert sich VISA vor allem auf digitale Zentralbankwährungen (CBDC) und private Stablecoins. Um einen hohen Transaktionsumsatz, Zuverlässigkeit und eine angemessene Geschwindigkeit anbieten zu können, bieten die UPY eine 2-Layer Option an, die die Transaktionen mittels Smart Contracts verifiziert. Gleichwohl sollen die Coins, die eine Erlaubnis zur Transaktion haben, auf einer Art Whitelist festgehalten werden.


CBDCs und Konkurrenz

Zunächst einmal sprechen die Zahlen für sich. VISA zufolge wurden in den ersten fünf Monaten 2021 bereits eine Milliarde Krypto-Transaktionen getätigt. Zugleich hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren bereits den Fokus auf den Kryptomarkt gelegt. Nach eigener Aussage möchte VISA einen “Mehrwert für verschiedene Formen des Geldverkehrs schaffen”. Gleichermaßen betont das Unternehmen die Unabhängigkeit der Coins vom VISA-Netzwerk. Darüber hinaus rechnet Gu mit einer stetigen Zunahme und Entwicklung von CBDCs:

Obwohl digitale Währungen heute vielleicht noch nicht zu Ihrem täglichen Finanzleben gehören, werden sie in Zukunft wahrscheinlich eine wichtige Rolle spielen. In den letzten zwei Jahren haben Zentralbanken auf der ganzen Welt ein zunehmendes Interesse an der Erforschung von CBDC gezeigt – einer neuen, digitalen Form von Zentralbankgeld, das direkt von Verbrauchern, Händlern und Finanzinstituten verwendet werden kann.

Catherine Gu

In diesem Fall hält VISA gute Konsument:innen Erfahrungen, eine großflächige Akzeptanz für Handelnde und sich selbst als die Anbieterin für unabdingbar.
Gleichzeitig ist der Druck von der Konkurrenz zu spüren. Auch Mastercard arbeitet bereits an einer Lösung, um im Krypto-Infrastruktur-Wettbewerb teilzunehmen.


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