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Token Upgrade Uniswap (UNI) will Holder an Einnahmen beteiligen – was bedeutet das?

Im Rahmen eines Pilotprojekts will Uniswap Holder an den Einnahmen seiner DEX beteiligen. Das steckt hinter dem Plan und diese Risiken sind damit verbunden.

Leon Waidmann
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Uniswap

Beitragsbild: Shutterstock

| Uniswap startet ein neues Pilotprojekt.

Uniswap ist die größte dezentrale Börse (DEX) des Krypto-Space. Das DeFi-Protokoll ermöglicht Usern, Kryptowährungen Peer-to-Peer auf sichere Art und Weise zu handeln, ohne dass ein zentraler Vermittler benötigt wird. Um diesen Service zu bieten, setzt Uniswap auf ein sogenanntes Liquiditätspool-Modell, bei dem Nutzer einem durch einen Smart Contract kontrollierten Pool Liquidität zur Verfügung stellen. Im Gegenzug erhalten die Liquidity Provider einen Anteil an den Handelsgebühren, die User zahlen, wenn sie die jeweiligen Liquidity Pools zum Tausch von Token nutzen.

Auf diese Art und Weise hat Uniswap in den letzten 30 Tagen mehr als 34 Millionen US-Dollar an Gebühren produziert, von denen ein gewisser Teil an die Liquidity Provider der jeweiligen Handelspaare auf Uniswap fließt.

Dadurch ist Uniswap hinter Ethereum das nach Gebühren zweitgrößte Protokoll im Krypto-Space. UNI-Token-Inhaber hingegen erhalten bislang keinen Cent von diesen Einnahmen – genau das soll sich jetzt aber ändern.

Das hat Uniswap geplant

Bereits im Juli dieses Jahres haben mehrere Mitglieder der Uniswap Community vorgeschlagen, das Gebührenmodell und Token Design von UNI zu ändern. Nach langem Hin und Her und einigen überarbeiteten Vorschlägen will Uniswap nun ein Pilotprojekt starten, bei dem ein gewisser Anteil an Gebühren direkt an UNI-Token-Inhaber fließt. Konkret sollen rund 10 Prozent der durch die Uniswap-Handelspaare ETH-USDT, DAI-ETH und USDC-ETH produzierten Gebühren direkt an UNI-Token-Inhaber fließen.

Durch die Umstellung werden Handelsgebühren für User nicht erhöht, sondern es wird ein kleiner Teil dessen einbehalten, was derzeit an Liquidity Provider ausbezahlt wird. Laut den Entwicklern der dezentralen Börse soll der Testlauf dann als erfolgreich angesehen werden, wenn die Konditionen für Trades auf der DEX dadurch nicht negativ beeinflusst werden.

Eine wahrscheinliche Konsequenz der Umstellung ist nämlich, dass die Liquidity Provider auf der DEX weniger Einnahmen erzielen. Das Problem dabei könnte sein, dass Liquidity Provider sich dazu entscheiden, ihr Kapital von der dezentralen Börse abzuziehen, um auf andere DEXes auszuweichen, bei denen sie eine höhere Vergütung erhalten. Das wiederum hätte zur Folge, dass die Liquidität auf Uniswap sinkt und Token-Swaps nicht mehr so effektiv wie vor der Umstellung durchführbar sind.

UNI bald im Visier der US-Behörden?

Darüber hinaus könnte UNI durch das neue Token Design ins Visier der Behörden in den USA geraten. Da das DeFi-Protokoll UNI-Token-Inhaber direkt an Einnahmen der DEX beteiligen möchte, ist es wahrscheinlich, dass UNI durch diese Änderung in den USA als Wertpapier eingestuft wird. Das wiederum könnte zur Folge haben, dass das Pilotprojekt negative Auswirkungen auf Mitglieder der Uniswap Community, Uniswap Labs, der Uniswap Foundation hat. Auch Personen, die an der Ausarbeitung des Testlaufs beteiligt gewesen sind, könnten davon betroffen sein.

Trotz der Risiken fallen die Reaktionen auf den Vorschlag derzeit überwiegend positiv aus. Es wird daher erwartet, dass das Pilotprojekt in den nächsten Wochen startet. Noch in dieser Woche sollen UNI Holder über die Änderung abstimmen können.

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