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DeFi-Monitor Unheilvolle DeFi-Prophezeiung von Vitalik Buterin wird wahr

Erst vor wenigen Wochen hat Vitalik Buterin die DeFi-Community auf die massiven Sicherheitslücken von Token Bridges hingewiesen. Nun kam es zu einem der größten Hacks.

Leon Waidmann
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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DeFi Vitalik Buterin

Beitragsbild: Shutterstock

| Ethereum-Gründer Vitalik Buterin.

In den letzten Monaten sind sogenannte Token Bridges im DeFi-Space immer populärer geworden. Bekannte Token Bridges sind beispielsweise Multichain (MULTI), Allbridge (ABR), THORChain (THOR), Synapse (SYN) oder Wormhole. Sie ermöglichen es, dass Token zwischen verschiedenen Blockchains frei transferierbar sind. Der große Vorteil für viele Investoren ist dabei, dass sie ihre digitalen Vermögenswerte ohne Mittelsmänner zwischen einer Vielzahl von Blockchains transferieren können. Zum einen können sie dadurch Transaktionskosten einsparen. Zum anderen eröffnen sich ihnen dadurch eine Vielzahl von Möglichkeiten, verschiedene DeFi-Protokolle zu nutzen, um Zinsen zu verdienen.

Beispielsweise können sie ihre Token blitzschnell zwischen verschiedenen Blockchain-Netzwerken bewegen, um Arbitrage-Handel zu betreiben. Darüber hinaus wird es durch die Token Bridges möglich, noch effektiver Liquidity-Mining-Programme, die auf verschiedenen Blockchains abgehalten werden, kurzfristig auszunutzen, um Gewinne zu erzielen. So lassen sich zum Beispiel mit USDT Lending auf Aave (Ethereum Mainchain) jährlich gerade einmal 2,1 Prozent Zinsen verdienen, während USDT Lending auf Polygon Investoren dank Liquidity-Mining-Belohnungen momentan jährlich 10 Prozent einbringt.

Token Bridges machen den DeFi-Space somit um einiges effizienter, da sie Investoren die Möglichkeit bieten, sich zwischen Blockchain-Netzwerken mit theoretisch unendlich vielen Ertragsmöglichkeiten zu bewegen. Der große Nachteil ist jedoch, dass viele Token Bridges derzeit noch erhebliche Sicherheitsmängel aufweisen. Immer wieder kam es in der Vergangenheit vor, dass sie Opfer von Hackerangriffen waren. THORChain wurde beispielsweise mehrfach gehackt und Poly Network sorgte weltweit für Schlagzeilen, als ein White-Hat-Hacker über 600 Millionen US-Dollar erbeutete.

DeFi-Hacker erbeutet knapp 320 Millionen US-Dollar

Vor Kurzem kam es nun am vergangenen Mittwoch erneut zu einem Hack. Die Token Bridge Wormhole verlor dabei rund 320 Millionen US-Dollar. Für den Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin ist dieser Vorfall nur wenig überraschend. In einem Reddit-Post warnte das Ethereum Mastermind erst vor wenigen Wochen die DeFi-Community vor den erheblichen Sicherheitsrisiken von Token Bridges. In einem erfundenen Szenario beschrieb er, welche Sicherheitslücken Token Bridges aufweisen würden und wie diese von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden könnten. Der Fall Wormhole hat inzwischen erneut aufgezeigt, wie real die Risiken von Token Bridges immer noch sind.

Der bekannte DeFi-Experte “ChainLinkGod” geht dennoch davon aus, dass Token Bridges in eine entscheidende Rolle spielen werden.

Angesichts der Tatsache, dass Token Bridges ein wichtiger Bestandteil der Blockchain-Welt sind, sollte das Ziel nicht sein, diese zu verhindern, sondern sie sicherer zu gestalten.

Buterin glaubt auch an eine Multichain-Zukunft, rechnet aber dennoch damit, dass uns in diesem Jahr noch einige Hacks bevorstehen.

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