Am Montag sorgten neue Berichte über mögliche Gespräche zwischen den USA und Iran erneut für Unruhe. Axios berichtete unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte, Donald Trump sei bereit gewesen, Sanktionen zu lockern und eingefrorene iranische Gelder freizugeben, falls Teheran im Gegenzug konkrete Schritte bei seinem Nuklearprogramm unternehme. Trump widersprach später und schrieb, die Darstellung sei unwahr und er habe Iran “nichts” angeboten.
Auch aus Teheran kam eine klare Zurückweisung. Ein iranischer Regierungsvertreter erklärte gegenüber Press TV, Berichte über mögliche Zugeständnisse Irans beim Nuklearprogramm seien falsch und es gebe darüber derzeit keine Gespräche. Die USA seien in der Straße von Hormus festgefahren und griffen die Nuklearfrage wieder auf, um von diesem strategischen Problem abzulenken. Dieses Hin und Her gab es in den vergangenen Monaten mehrfach: Trump stellte wiederholt eine mögliche Einigung in Aussicht, Teheran widersprach solchen Darstellungen teils nur wenige Stunden später.
Krypto wartet auf neue Signale
Bitcoin notiert aktuell bei rund 83.166 US-Dollar und liegt damit 0,22 Prozent im Minus. Ethereum steigt leicht um 0,4 Prozent auf 2.665 US-Dollar, Solana verliert 1,98 Prozent auf 117,55 US-Dollar und XRP gibt 0,54 Prozent auf 1,48 US-Dollar ab.
Bei den US Spot ETFs blieb der Handel positiv, die Zuflüsse fielen aber deutlich kleiner aus als zuletzt. In die Bitcoin ETFs flossen 31,07 Millionen US-Dollar, die Ethereum-Produkte kamen auf weitere 17,10 Millionen US-Dollar. Nach den starken Wochen zuvor ist das deutlich weniger, unterm Strich bleibt der Kapitalfluss aber positiv.
Spannend ist der Vergleich mit Gold: Bitcoin hat sich in den vergangenen Wochen deutlich besser gehalten, Gold dagegen verlor auf Monatssicht 6,72 Prozent und notiert bei etwa 4.137 US-Dollar. Vom Allzeithoch im Februar ist das Edelmetall damit weiterhin klar entfernt.
Bleibt Öl teuer oder zieht erneut an, könnten sich die Inflationssorgen kurz- bis mittelfristig wieder verschärfen und die Hoffnung auf eine lockerere Geldpolitik bremsen. Kommt es dagegen tatsächlich zu belastbaren Verhandlungen, könnte sich der Druck auf Energiepreise und Risikoanlagen wieder etwas lösen.
