Die Regierung von US-Präsident Donald Trump prüft derzeit eine Initiative, mit der dollarbasierte Stablecoins stärker im Ausland verbreitet werden sollen, um die weltweite Dominanz der eigenen Währung zu stärken. Neben privaten Unternehmen könnten daran gleich mehrere US-Behörden beteiligt werden. Dem Vernehmen nach geht es dabei auch um die Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen. Wie die Umsetzung des Vorhabens allerdings aussehen soll und in welchen Ländern die Initiative zunächst starten könnte, ist noch ungeklärt.
Wie Stablecoins den US-Dollar stärken sollen
Grundsätzlich neu ist die Strategie jedoch nicht. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt erklärte Trump in einem Präsidialerlass die weltweite Förderung legaler Dollar-Stablecoins zu einem Ziel seiner Regierung. Mit dem im Juli 2025 unterzeichneten GENIUS Act erhielten Stablecoins anschließend einen bundesweiten regulatorischen Rahmen in den USA.
Die aktuellen Pläne sollen jedoch über die heimische Regulierung hinausgehen. Dollar-Stablecoins sollen künftig gezielt dazu beitragen, die amerikanische Währung außerhalb der USA stärker zu verbreiten. Dahinter steckt ein vergleichsweise einfacher Mechanismus, bei dem Stablecoins wie USDT oder USDC den Wert des US-Dollars digital abbilden und weltweit über Blockchains übertragen können. So können auch Menschen und Unternehmen außerhalb der Vereinigten Staaten US-Dollar halten, ohne dafür ein amerikanisches Bankkonto zu benötigen.
Zudem müssen regulierte Stablecoin-Anbieter ihre ausgegebenen Token mit entsprechenden Reserven absichern, wofür unter anderem der US-Dollar und kurzfristige amerikanische Staatsanleihen zulässig sind. Mit zunehmendem Wachstum am Stablecoin-Markt erhöht sich also auch die Nachfrage nach US-Staatsanleihen.
