Transparenz-Revolution TAG: Erfolgreicher Abschluss von Blockchain-Pilotprojekt mit McDonald’s, Nestlé und O2
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Eine Blockchain-Menschenkette aus Holzfigürchen.

Quelle: Shutterstock

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Jeden Tag ein neuer Blockchain-Use-Case. Die Trustworthy Accountability Group will mithilfe der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) der Werbeindustrie unter die Arme greifen.

Auch wenn dieser Tage allen voran DeFi Schlagzeilen macht, steht die Blockchain-Industrie nicht still. Denn wie Trustworthy Accountability Group (TAG) mitteilt, konnte das Unternehmen im Juli einen einjährigen Testlauf für die eigene DLT-Plattform absolvieren. Bei TAG handelt es sich um ein Zertifizierungsunternehmen, das sich gegen Betrug mit Online-Werbebannern stark macht.


Für seinen DLT-Piloten hat das Unternehmen unterdessen namhafte Partner an Land gezogen. So gehören zu den Testern Industrieriesen wie Johnson & Johnson, McDonalds, Nestlé und O2.

Nach Inhalt der Pressemitteilung will TAG mit der Blockchain-Plattform für mehr Transparenz bei Online-Werbung sorgen. Diese sei, so das Unternehmen, häufig Ziel von Betrug. So werde etwa Traffic bewusst gefälscht um Klickzahlen, und damit Gebühren für den Werbetreibenden zu erzeugen. Diesem Treiben versucht TAG bereits seit längerem mit dem sogenannten Certified Against Fraud Program, und nun also auch mittels DLT, beizukommen.

Unser Pilotprojekt zeigte vielversprechende Möglichkeiten für eine DLT-Plattform auf. Einschließlich des Potenzials, eine „verteilte Wahrheit“ zu schaffen, bei der dieselben Daten in der gesamten Lieferkette als gültig anerkannt werden,

konstatiert TAG-Europachef Jules Kendrick.


Mit der Blockchain-Lösung will TAG sodann alle Vorteile verteilter System integrieren. Daten sollen demnach vertraulich, anonym, unveränderlich und sicher auf der dezentralen Datenbank abzulegen sein. Einen weiteren Vorteil sieht TAG in blockchain-bezogener Automatisierung. Schließlich bedarf ist einer der Kernaspekte von Distributed-Ledger-Technologie ihre reibungslose Funktion ganz ohne Drittparteien.

Die Blockchain, die für die Werbeindustrie vorgesehen ist, entwickelte TAG in Zusammenarbeit mit dem Londoner Start-up FIDUCIA.

Blockchain: Bis zur Marktreife ist es noch ein weiter Weg

Mit der Rückkehr des Bitcoin-Bullenmarktes dürfte auch die Blockchain-Industrie Aufwind erleben. Ob sich die Technologie aber auch für andere Anwendungsfälle durchsetzen kann also bei solidem Geld, steht immer noch in den Sternen. Denn die Verheißung von Datenintegrität, Dezentralität und Unveränderlichkeit der Daten ist in der Praxis häufig nur ein Euphemismus für „Automatisierung“. Zumal eine Blockchain nur dann sinnvoll ist, wenn möglichst viele Parteien sie nutzen. Fakt ist aber, dass es mittlerweile eine unzählbare Menge verschiedener Blockchains für jedwedes Partikularinteresse gibt. Es ist kaum vorstellbar, dass eine solche Vielfalt zukunftsfähig ist.

Letztlich wird man abwarten müssen, welche Daten tatsächlich sensibel genug sind, damit sich eine Blockchain lohnt. Wie etwa Sven Wagenknecht argumentiert, dürfte sich die Technologie allen voran in der Lebensmittelindustrie etablieren.



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