Snowden: NSA verfolgt Bitcoin-Transaktionen
Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Person holding magnifying glass and looking through it on new virtual money golden bitcoin placed on a black background. via Shutterstock

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Der bekannte US-Whistleblower Edward Snowden sorgt mit der Veröffentlichung neuer Geheimdokumente wieder für Schlagzeilen. Dieses Mal will er beweisen, dass es die amerikanische National Security Agency (NSA) auf die Daten von Bitcoin-Nutzer abgesehen hat.

Die amerikanische Nachrichten-Website The Intercept wurde 2014 gegründet, um die Dokumente des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden weiter aufzuarbeiten. Nun hat der bekannte Whistleblower der Nachrichtenseite neues Material aus NSA-Kreisen zugespielt. Demnach überwache die Sicherheitsbehörde die Bitcoin-Blockchain, um deren Benutzer zu identifizieren. In dem Bericht vom 20. März heißt es, die Bitcoin-Überwachung habe für die NSA oberste Priorität. Dazu analysiere sie den globalen Internetverkehr und benutze Software, die die Identitäten der Nutzer freigeben soll. Dabei werden Benutzerpasswörter, Aktivitäten im Internet und die genutzten Geräte identifiziert, wie aus einem veröffentlichten, aber größtenteils geschwärzten Dokument hervorgehe.


Nutzer von Bitcoin-Transaktionen im Fokus

Bereits seit 2013 sollen diese Überwachungsaktivitäten durchgeführt werden. Das genutzte Programm trägt den Codenamen OAKSTAR. Den geleakten Dokumenten kann man allerdings den Vorschlag entnehmen, ein Subprogramm namens MONEYROCKET zu nutzen, um den Nutzerdaten noch näherkommen zu können. Dabei interessiert sich die Behörde vor allem für jene Nutzer, die eine Bitcoin-Transaktion initiieren:

„SSG11-Analysten erachten den Zugriff von MONKEYROCKET als notwendig, um Sendern und Empfängern von Bitcoin zu verfolgen.“

Zudem soll ein global eingesetztes, leistungsstarkes Internet-Überwachungssystem zum Einsatz kommen, das bereits mit dem ersten Leak Snowdens 2013 ans Tageslicht kam.

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Snowden ließ sich erst Anfang März auf dem Blockstack-Event in Berlin (virtuell) blicken. Dort sprach er bereits über die„Fingerprints“, die selbst verschlüsselte Transaktionen im Internet hinterließen. Zu dem Zeitpunkt erklärte er, dass die NSA über die Beobachtung der Aktivitäten auf den sozialen Netzwerken, in E-Mails und über Google an genügend Informationen komme, um konkrete Schlüsse über die Nutzer zu ziehen.

Vollkommen überraschend kommen die Erkenntnisse hinsichtlich der mangelnden Anonymität von Bitcoin nicht: Auf die Pseudonymität von Bitcoin hat BTC-ECHO bereits mehrfach hingewiesen. Es ist zwar möglich, seine Anonymität auch im Bitcoin-Netzwerk etwas zu erhöhen. Ebenso kann man diese durch die Verwendung eines VPN oder des Tor-Netzwerks signifikant erhöhen. Wenn man jedoch auf anonyme Transaktionen wert legt existieren andere Kryptowährungen. Ebenso werden bezüglich Anonymität weitere Konzepte ausgearbeitet.

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