Silvergate: Bank der Bitcoin-Börse Bitstamp erhält 59 neue Kunden
Patrick Pehl

von Patrick Pehl

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: shutterstock.com

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Trotz Kurseinbrüchen im Bitcoin-Kurs kann die Silvergate Bank ein Geschäftswachstum verzeichnen. Die Einlagen sind zwar nominell rückläufig, jedoch steigt die Zahl der Kunden seit mehr als einem Jahr rasant an.

Die Silvergate Bank hat am 18. März bei der US Börsenaufsicht (SEC) einen aktualisierten Wertpapierprospekt eingereicht. Aus diesem gehen interessante Zahlen hervor. Zum Stichtag am 31. Dezember 2018 hatte das Finanzunternehmen 542 institutionelle Anleger; das sind 59 mehr als noch im vorherigen Jahr, als Silvergate zum ersten Mal mit ihren Zahlen an die Öffentlichkeit ging.


Zu den Kunden gehören große Bitcoin-Börsen wie etwa die in London ansässige Bitstamp. Insgesamt 37 Unternehmen der Kategorie Kategorie „Digitale Handelsplätze“ sind ausgewiesen, laut Silvergate befinden sich darunter die fünf größten US-Handelsplattformen, gemessen an ihrem monatlichen Handelsvolumen. Diese Kategorie macht mit 34,7 Prozent der Gesamteinlagen mehr als ein Drittel der Bilanz von Silvergate aus.

Weiter ist aufgeführt, dass sich 363 institutionelle Anleger, also andere Banken oder Investoren aller Art, für Silvergate entschieden haben. Unter anderem Polychain Capital und Kenetic Capital. In der Kategorie Sonstige Kunden führt Silvergate Innovatoren auf, Unternehmen die Plattformen bauen, Währungen schürfen oder neue Protokolle entwickeln. In diese Art von Kunden ordnen die Banker aus Kalifornien auch die Wallet-App Xapo.

Einlagenrückgang

Das 1988 gegründete Geldhaus verzeichnet einen drastischen Rückgang der Einlagen, obschon die Anzahl der Kunden gestiegen ist. Grund hierfür ist der Rückgang der Kapitaleinlagen bei den Bitcoin-Börsen. Die Summe sank von 792,9 Millionen US-Dollar um 174,4 Millionen US-Dollar auf nun 618,5 Millionen US-Dollar.


In den Kategorien der institutionellen Anleger sowie der sonstigen Kunden stiegen die Einlagen bei der Silvergate Bank jedoch. Allein die Sparte der Start-ups waren für rund 46 Millionen US-Dollar der Einlagen verantwortlich.

Knapp 13 Prozent der Bankaktien befinden sich in Besitz der Hauptkunden. So repräsentieren etwa 47 Prozent der Einlagen nur zehn Kunden des Geldhauses.

Auch die Transaktionsvolumina der Bank können sich sehen lassen. „Rund neun Milliarden US-Dollar wurden pro Quartal seit dem 1. Januar 2018 transferiert“, teilt der Finanzdienstleister in seinem aktualisierten Wertpapierprospekt mit.

Laut Silvergate stiegen die Einlagen in Kryptowährungen um 150,4 Millionen US-Dollar, also um 11,4 Prozent. Dies ist beachtlich, da der Kurs für die digitale Leitwährung Bitcoin im Laufe des Jahres 2018, nach dem großen Bitcoin-Hype, von mehr als 13.000 US-Dollar auf weniger als 4.000 US-Dollar gefallen ist. Im Grunde sind also weit mehr Einlagen in Form von Krypto-Token vorhanden, als es die Zahlen in Fiatgeld auf den ersten Blick vermuten lassen.


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