Das Meinungs-ECHO Schrödingers Allzeithoch: Bitcoin knackt All Time High – oder doch nicht?
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Ein Hand hält eine Bitcoin-Münze, im Hintergrund eine Tafel voller Fragezeichen

Quelle: Shutterstock

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So recht glauben kann es die Bitcoin Community noch nicht. Aber am Montag, dem 30. November, hat BTC ein neues Allzeithoch geschrieben. Doch so mancher Bitcoiner will auf Nummer sicher gehen und lässt die Korken in den Flaschen, bis die Kryptowährung 20.000 US-Dollar (USD) übersteigt.

Die Bitcoin Community ist unentschlossen: Hat der Branchenprimus nun ein neues Allzeithoch gedruckt, oder nicht? Als der Kurs der besten Kryptowährung aller Zeiten am Montag, dem 30. November, die Marke von 19.832 US-Dollar (nach Daten von Coingecko) überstieg, da ließ so mancher Bitcoiner bereits die Korken knallen. Allzeithoch!


Partystimmung sollte sich bei der Community jedoch noch nicht einstellen. Schließlich war es nur ein kurzes Intermezzo mit dem bisherigen, fast drei Jahre alten All Time High bei 19.665 US-Dollar (wieder Coingecko).

Mit den All Time Highs ist es nämlich so eine Sache: Verschiedene Krypto-Börsen aggregieren verschiedene Kursdaten; je nach Handelsvolumen und Beschaffenheit der Orderbücher können da schon mal recht unterschiedliche Kursdaten auftauchen. So hat BTC das Allzeithoch auf Kraken bereits Anfang November aufgestellt. Dort handelte BTC während des Bull Runs 2017 nämlich nur bei 16.220 US-Dollar.

Kurzum: Nicht alle Bitcoiner sind überzeugt ob des neuen Allzeithochs. Aktuell einigt man sich auf den runden Wert von 20.000 US-Dollar um allseits die Korken knallen zu lassen. Nic Carter fordert „Señor“ Bitcoin daher auf, er möge alsbald bitte reinen Tisch machen.


Ich kann diese partielle ATH nicht aushalten. Señor Coin sollte dieser Situation besser schnell Abhilfe schaffen.

Niall Ferguson: Bitcoin gewinnt die monetäre Revolution

Und dann veröffentlichte das Wirtschaftsblatt Bloomberg noch ein in mehrerer Hinsicht ganz und gar bemerkenswertes Stück zur Causa Bitcoin. Unter dem Titel „Bitcoin Is Winning the Covid-19 Monetary Revolution“ beschäftigt sich Historiker Niall Ferguson mit dem digitalen Zeitalter und wie sich dieses auf die Entwicklung des Geldes auswirkt. Der Text ist aus vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Zum einen zeichnet er das Wertversprechen der Kryptowährung Nr. 1 gemäß des allgemeinen Narrativs nach und sieht Bitcoin vor allem aufgrund seiner Knappheit im Vorteil. Zum anderen fordert Ferguson den gewählten US-Präsidenten auf, Bitcoin ins US-Finanzsystem einzugliedern, um den dystopischen Entwicklungen aus China etwas entgegenzusetzen. Bitcoin sei für freie Gesellschaften entwickelt worden – durch das in China angestrebte CBDC-System gehören private Zahlungen indes bald der Vergangenheit an.

Wir durchleben eine monetäre Revolution, die so facettenreich ist, dass nur wenige von uns ihr volles Ausmaß begreifen. […] Bitcoin bietet eingebaute Knappheit in einer virtuellen Welt, die von grenzenlosem Überfluss gekennzeichnet ist.

Der Kern des Ferguson’schen Argumentes ist zweischichtig. Zum einen ist Bitcoin als Hartgeld designt, um ein Gegengewicht zum inflationären Zeitgeist zu bilden. Zum andern ist Bitcoin ein Inhaberinstrument, das für Souveränität sorgt. Niall Ferguson hat korrekterweise erkannt, dass die „immutable“, also unveränderlich ist und BTC eine bei dagewesene Sicherheit vor Zensur und Beschlagnahmung bietet.

Mit Niall Ferguson gehört ab sofort einer der profiliertesten Wirtschaftshistoriker überhaupt Team Bitcoin an und verschafft der Kryptowährung abermals einen Legitimationsschub.



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