Schafe zählen: Blockchain-Lösung für Vertragszucht geplant
Jutta Schwengsbier

von Jutta Schwengsbier

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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In China soll bald auch die Schafzucht auf die Blockchain kommen. Vertragszucht als direkter Vertrieb vom Bauern zum Endkunden ist bereits bekannt. Durch die Blockchain wird das nun effektiver.

Das US-amerikanische Technologieunternehmen Future FinTech und die chinesische Vermarktungsgesellschaft Chifeng Supply and Marketing E-Commerce wollen gemeinsam eine blockchainbasierte Handelsplattform für Schafzüchter entwickeln.


Oder anders ausgedrückt: Das bereits bekannte Vertriebsmodell der Vertragslandwirtschaft soll in China bald auch für die Schafzucht über die Blockchain laufen. Schafzüchter und Kunden einigen sich bei der Vertragszucht vorab und direkt auf die Preise und den Lieferzeitpunkt. Die Schafzüchter wissen so genau, wie viele Schafe sie verkaufen werden.

Sie können ihre Herden je nach Bedarf vergrößern oder verkleinern. Die Kunden können über die Handelsplattform jederzeit kontrollieren, woher ihre Schafe kommen und wie sie aufgezogen werden. Wer kein Fleisch aus Massentierhaltung will, kann so ganz einfach Alternativen wählen. Durch die Blockchain wird die Vertragszucht nun besser nachverfolgbar und Zwischenhändler sollen ganz ausgeschaltet werden. Das soll sowohl für die Bauern als auch für die Kunden Preisvorteile bringen.

Bislang war Future FinTech darauf spezialisiert, Blockchain-Technologie und Kryptowährungen für den Vertrieb von Konsumgütern zu entwickeln. Die Vertragszucht ist für das Unternehmen selbst noch Neuland.


Wir freuen uns, mit der Chifeng Supply and Marketing E-Commerce zusammenzuarbeiten, um die Plattform für die Blockchain-Vertragszucht zu entwickeln. Es ist unser erstes Projekt in der Landwirtschaft. Wir glauben, dass dieses Modell der Blockchain-Vertragszucht ein großes Marktpotenzial hat,

sagte dazu Yongke Xue, Vorstandsvorsitzender von Future FinTech in der Pressemitteilung.

Blockchain schaltet Zwischenhändler aus

Die ursprüngliche Idee der Blockchain, über die Technologie Zwischenhändler oder andere Mittelsmänner ausschalten zu können, wird auch in der Landwirtschaft immer mehr zur Realität. Inzwischen gibt es etwa Blockchain-Plattformen für den globalen Reishandel oder für die Kaffeebauern in Indien, die ihre Ernte direkt an Exporteure verkaufen können.

Die Transaktionen werden dadurch nicht nur transparenter und schneller. In der Regeln können die Bauern dank der Blockchain-Technologie auch einen besseren Preis für ihre Ernten aushandeln. Kein Zwischenhändler kann mehr Prozente vom Ertrag abzweigen. Dadurch steigt langfristig auch die Lebensmittelqualität, weil die Bauern mehr Geld in ihre Produktion stecken können.


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