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Sberbank: Russlands größte Bank stellt Krypto-Pläne ein

Die russische Sberbank stellt ihre Pläne für Krypto-Projekte ein. Als Grund nennt das größte Finanzinstitut des Landes mangelnde Unterstützung der Zentralbank. Da diese keine gesetzlichen Regulierungen für den Handel mit Kryptowährungen auf den Weg bringt, sieht sich die Sberbank zur Beendigung ihrer Krypto-Pläne gezwungen. Diese umfassten ursprünglich unter anderem Konten in digitalen Währungen.

Polina Khubbeeva
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Der Vize-Präsident der russischen Sberbank, des größten nationalen Finanzinstituts, verkündete am 30. Mai das Ende der Krypto-Pläne seines Unternehmens. Gegenüber der russischen Nachrichtenagentur tass begründet Andrey Shemetov die Entscheidung der Sberbank mit der negativen Einstellung der russischen Zentralbank gegenüber Bitcoin & Co.

Im Rahmen einer Pressekonferenz äußert sich Shemetov zu den Hintergründen der Krypto-Dämmerung bei Sberbank:

Im Bereich der Kryptowährungen haben wir auf gesetzliche Regelungen gewartet, die den Handel mit Kryptowährungen ermöglichen. Da es im Moment so aussieht, als wären die Regulierungsinstanzen diesem Vorhaben eher negativ gesinnt, beschließen wir, die Pläne in Bezug auf Kryptowährungen einzustellen.

Anti-Krypto-Tendenzen bei der russischen Zentralbank?

Die Nachricht vom Krypto-Ende bei Sberbank reiht sich in eine Reihe ambivalenter Entwicklungen in Russland im Krypto-Bereich. Die russische Staatsduma, also das nationale Parlament, verschob wiederholt Entscheidungen zu Kryptowährungen. Schließlich zeigte sich sogar Präsident Wladimir Putin ungeduldig und setzte dem Parlament ein Ultimatum bis zum 1. Juli 2019, um Regulierungsmaßnahmen zu beschließen.

Auch die Zentralbank Bank of Russia sendet gemischte Signale hinsichtlich digitaler Währungen. Kürzlich rückte Zentralbank-Chefin Elvira Nabiullina von ihrem strikten Anti-Krypto-Kurs ab und spekulierte über mögliche goldgedeckte Kryptowährungen für internationale Ausgleichszahlungen. Die Verwendung von Kryptowährungen im Inland lehnt sie weiterhin ab.

Pläne der Sberbank beinhalteten Krypto-Portfolios

Im Juni 2018 gaben Sberbank und die zweitgrößte russische Bank Alfa Bank indes ihre Pläne für Spezialfonds mit Kryptowährungen bekannt. Im Dienste der Krypto-Adaption hatten die Finanzinstitute vor, sechs große Kryptowährungen in ihre Portfolios aufzunehmen. Auch Konten in digitalen Währungen waren geplant.

Mit diesen innovativen Ambitionen ist jetzt wohl Schluss. Obwohl Russland vor Kurzem Regulatory Sandboxes für neue Technologien einrichtete, können Krypto-Adaptionen ohne Entscheidungen von Zentralbank und Staatsduma nicht voranschreiten.

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