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Russland Aktienmarkt bricht nach Putins Teilmobilmachung ein

Russland will weitere 300.000 Soldaten in die Ukraine schicken. Die Aktienindizes an der Moskauer Börse brachen daraufhin ein.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Russlands Präsident Putin.

Beitragsbild: Picture Alliance

| Putins Angriffskrieg läuft nicht nach Plan. Nun sollen 300.000 Reservisten an die Front.

Nach den heftigen Rückschlägen in der Ostukraine reagiert der russische Präsident Putin mit einer Gegenoffensive: Russland schickt weitere Soldaten in den Invasionskrieg gegen die Ukraine. In einer Fernsehansprache kündigte Putin eine Teilmobilmachung an. Die Einberufung betreffe vor allem Reservisten und Veteranen, die bereits zuvor in den russischen Streitkräften gedient haben. Insgesamt sollen sich 300.000 Soldaten für den Einsatz auf ukrainischem Boden bereithalten.

Das geht auch am russischen Aktienmarkt nicht spurlos vorüber: Die Teilmobilmachung sorgt auf den größtenteils abgeschotteten Aktienindizes MOEX und RTS für die größten Einbrüche seit Beginn des Krieges. In der Spitze erreichten die Kursverluste heute 9,6 beziehungsweise 11,7 Prozent. Zum Zeitpunkt des Schreibens liegen die Defizite bei 4,1 und 4,5 Prozent. Dabei begann der Abverkauf bereits am Wochenstart. Die Meldung über Referenden der sogenannten “Volksrepubliken” Luhansk und Donezk sowie der Regionen Cherson und Saporischschja über den Anschluss an Russland befeuerten die Panik auf den russischen Märkten zusätzlich.

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Treiben die Sanktionen Russland in Richtung Krypto?

In der Zwischenzeit baut der “Westen” seine Sanktionen gegen Russland weiter aus. Erst vergangene Woche verlängerte die EU ihre restriktiven Maßnahmen um weitere sechs Monate. Das US-Finanzministerium nahm unter anderem Krypto-Wallets einer russischen Neonazi-Miliz ins Visier. Die Teilmobilmachung dürfte den Weg für weitere Sanktionen freimachen.

Die russische Regierung sucht infolge der zunehmenden Isolierung nach Wegen, westliche Sanktionen zu umgehen. Seit Kriegsbeginn gab es immer wieder Meldungen um Gehversuche Russlands im Krypto-Space. So tüftelt das Land beispielsweise an einer Blockchain-basierten Alternative zum SWIFT-System. Zuletzt plante der Kreml die Legalisierung von Kryptowährungen für den internationalen Handel. Dafür sollen Unternehmen Freiräume erhalten, berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax.

Darüber hinaus berichtet das Bitcoin Magazine zur Stunde, dass Russland in “energiereichen Regionen” Bitcoin Mining legalisieren wolle. “Lass sie Geld verdienen”, heißt es seitens des Vorsitzenden des Finanzausschusses des russischen Kongresses.

Sollte Russland tatsächlich verstärkt in Richtung Krypto vorstoßen, hätte dies zweifelsfrei Folgen für den Sektor. Denkbar wären etwa weitere Verbote von Mixing-Dienstleistern wie Tornado Cash oder Blender.io. Einen entsprechenden Schritt hatte eine ranghohe Beamtin des US-Finanzministeriums bei einer Anhörung vor dem Senat angedeutet.

Auch dem ohnehin angeschlagenen Ruf von Bitcoin und Co. könnte ein russischer Vorstoß in Richtung des Krypto-Space schaden.

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