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Mit harten Bandagen Ripple: Brad Garlinghouse prangert Ungerechtigkeit der SEC an

Ripple CEO Garlinghouse behauptet in einer Rede, die SEC habe Ethereum geholfen, XRP als Kryptowährung Nummer zwei zu überholen. Vor Gericht geht es weiter hin und her.

Christian Stede
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Die US-Börsenaufsicht SEC befindet sich im Rechtsstreit mit Ripple (XRP).

Beitragsbild: Shutterstock

Der Geschäftsführer von Ripple, Brad Garlinghouse, ist für seine scharfzüngigen Kommentare bezüglich des Zustandes des Kryptomarktes bekannt. Auch die Regulierungsbehörden bekommen regelmäßig ihr Fett weg. So wetterte er jüngst erneut über die Vorgehensweise der Finanzaufsichtsbehörde SEC. Dies geschah in einer Rede auf der virtuellen Konferenz DC Fintech Week am 21. Oktober. Der Ripple-Chef kritisierte darin, dass Ethereum – anders als Ripple – grünes Licht von den Regulierungsbehörden erhalten habe. Erst dadurch sei Ether überhaupt erst zur Kryptowährung Nummer zwei aufgestiegen und hätte damit den XRP-Token seines Unternehmens übertroffen.

Die Streitigkeiten zwischen Ripple und der SEC ziehen sich nun schon länger hin und es ist auch noch kein Ende in Sicht. Die Behörde wirft dem Unternehmen vor, mit seinem XRP-Token ein nicht registriertes Wertpapier auf den Markt gebracht zu haben. Garlinghouse fragt sich öffentlich, warum die Börsenaufsicht in Bezug auf Ether nicht genauso argumentiert. Im Januar reichte Ripple einen Antrag auf Informationsfreiheit bei der SEC ein, um zu erfahren, warum sie ETH nicht als Wertpapier betrachtet. Sechs Monate später, im Juli, erlaubte ein Bezirksrichter dem Unternehmen, einen ehemaligen SEC-Beamten namens William Hinman zu befragen, der 2018 erklärt hatte, dass ETH kein Wertpapier sei.

XRP büsste gegenüber Ether deutlich an Marktkapitalisierung ein

XRP war Ende Dezember 2017 nach Marktkapitalisierung der zweitgrößte Kryptowert. Derzeit ist der Token auf den siebten Platz abgerutscht, während Ethereum auf den zweiten Platz geklettert ist. Garlinghouse erklärte auch, dass die SEC mit den jüngsten Maßnahmen gegen sein eigenes Unternehmen und Coinbase eine sehr restriktive Haltung gegenüber Kryptowährungen eingenommen habe. Das Hauptargument der Behörde in der Auseinandersetzung mit Ripple sei zwar der Schutz der Verbraucher. Aber:

Es gibt fast 50.000 US-Bürger, die XRP halten und versuchen, die SEC zu verklagen, weil sie sie “schützen”.

Brad Garlinghouse, Ripple CEO

In der Tat weiß Garlinghouse eine treue Fangemeinde hinter sich, die auch die Kryptobörsen dazu motivieren will, den Handel mit XRP wieder aufzunehmen. Anfang des Monats entschied ein US-Bezirksrichter jedoch, dass Personen, die den XRP-Token des Unternehmens besitzen, nicht als Beklagte an der Hauptklage teilnehmen können. Dass Ripple aufgrund eines Datenverarbeitungsfehlers zurückgehaltene interne Slack-Nachrichten an das Gericht übergeben muss, bedeutete einen weiteren Dämpfer. Überdies hat das Gericht auch dem Antrag der SEC auf Fristverlängerung stattgegeben – und den Gerichtstermin auf den 14. Januar 2022 verschoben.

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