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Hype oder Scam? Packt die Deutschen das digitale Sammelfieber?

NFTs – nur medialer Hype oder tatsächlicher Investmenttrend? Eine Umfrage liefert für Deutschland Antworten.

Anton Livshits
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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NFT-Wimmelbild

Quelle: Shutterstock

NFTs liefern weltweiten Gesprächsstoff, auch Deutschland stellt hier keine Ausnahme dar. Schließlich lassen rekordverdächtige Verkaufssummen so manchen glauben, in NFTs das Investitionsvehikel der Zukunft erkannt zu haben. Für den Kunstmarkt bedeuten NFTs demnach nicht weniger als eine Revolution. Wiederum andere vermuten hinter den Non-fungible Token indes einen groß angelegten Scam. Bei dieser Meinungsvielfalt mag der Blick auf handfeste Zahlen lohnen. Wie hoch ist das tatsächliche Interesse an den Sammelobjekten in Token-Form?

Eine repräsentative Umfrage des Start-ups Fanzone liefert jetzt zumindest für Deutschland eine Antwort. Denn das Unternehmen, das mit dem DFB und der deutschen Olympiamannschaft für digitale Sammelbilder kooperiert, hat 1.000 Deutsche zu ihren Sammelvorlieben und ihrer Meinung gegenüber NFTs befragt. BTC-ECHO erhielt vorab Einblick in die Ergebnisse.

NFT-Interesse ist in Deutschland da

Fünf Prozent der Deutschen besitzen bereits irgendein NFT. Der Umfrage nach trafen Männer hierbei allem Anschein nach die schnellere Investmententscheidung. Denn auf die Geschlechter runtergebrochen, sammeln 7,4 Prozent der Männer, aber nur 2,6 Prozent der Frauen NFTs. Im Bundesländervergleich liegen Thüringen und Berlin unterdessen vorne. Denn 13,3 Prozent der befragten Thüringer:innen und 10,5 Prozent der befragten Berliner:innen sind bereits im digitalen Sammelfieber.

Wirken diese Zahlen noch etwas verhalten, offenbart sich darüberhinausgehend ein stark verbreitetes Interesse an den einzigartigen Token. Schließen denken stolze 43 Prozent der Befragten über ein NFT-Investment nach.

Besonders spannend sind ferner die Gründe, aus denen Menschen bereits NFTs erworben haben oder zumindest darüber nachdenken. Denn 53 Prozent attestieren den Token ein „großes langfristiges Investitionspotenzial.“ Etwa die Hälfte gibt digitalen Sammelobjekten generell den Vorzug oder verspürt eine Begeisterung für NFTs und vergleichbare disruptive Technologien. In diesem Sinne lässt sich Dirk Weyel, dem CEO von Fanzone, zustimmen. Mag die Umfrage doch tatsächlich beweisen, “wie offen und innovativ wir hier [in Deutschland] mit neuen Technologien umgehen.”

Wie schlagen sich die Token im Vergleich?

Um das Interesse an NFTs ins Verhältnis zu setzen, erhob Fanzone auch Daten zum allgemeinen Sammelverhalten der Deutschen. Hier zeigt sich, dass das Sammelfieber bei Männern und bei Jüngeren im Allgemeinen stärker um sich schlägt.

Am meisten zeigen die “Deutschen mit Sammelleidenschaft” unterdessen für Münzen (37 Prozent) Faszination. Hier sind sie also nach wie vor traditionell. Auch andere klassische Sammelobjekte wie Bücher und Comics (36 Prozent) oder Schallplatten und CDS (34 Prozent) liegen im Interessensrating vor den Token. Für NFTs erwärmen sich demnach nur 28 Prozent der sammelwütigen Bürger:innen.

Ein weiterer Blick ins Rating verrät unterdessen, dass NFTs damit bereits vor herkömmlichen Sammelkarten (25 Prozent) und Briefmarken (22 Prozent) liegen. Die Sammler:innen der Bundesrepublik sind also durchaus an digitalen Sammelobjekten interessiert.

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