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DeFi trifft CeFiNeues Compound Whitepaper: Eine Blockchain für Zentral- und Investmentbanken?

Das neue Whitepaper von Compound verdeutlicht Pläne der Skalierung und das Design einer Blockchain, die nicht mehr auf Ethereum basiert. Unter anderem möchte man so für den Influx von Zentral- und Investmentbanken bereit sein.

Robin Wolf
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Quelle: Shutterstock

Am Donnerstag, dem 17. Dezember veröffentlichte Compound ein neues Whitepaper. Eine Umgestaltung der Blockchain soll eine Skalierung und Anpassung an die wachsenden Anforderungen des Krypto-Ökosystems ermöglichen. Einen Starttermin gab man dabei nicht bekannt. Derzeit stellt man das neue Design in einem Testnet auf die Probe.

Vor allem möchte man mit einer eigenständigen Blockchain die Limitationen von Compound, das momenten auf Ethereum basiert, beseitigen. Diese Limitationen sind unter anderem hohe Transaktionsgebühren und die Unfähigkeit, mit Assets auf anderen Blockchains zu interagieren.

Man möchte ferner, dass Assets auf der neuen Compound Blockchain sich nicht nur auf andere Blockchains beschränken, sondern genauso Vermögenswerte von Zentralbanken (wie eine Central Bank Digital Currency) und Investmentbanken unterstützen. So möchte Compound im globalen Wettrüsten der Zentralbanken eine wichtige Rolle spielen.

Zentralisierte digitale Währungen, wie CBDCs oder die Währung von JPMorgan, erfordern strengere regulatorische Bedingungen. Compound möchte diese Bedingungen für stärker beschränkte Vermögenswerte erfüllen.

Compound plant neue Kryptowährung CASH

Auch wenn aus Compound eine neue, alleinstehende Blockchain entsteht, wird diese den COMP Token beibehalten. Sobald die Blockchain live ist, gehen mit dem Token eine beachtliche Anzahl neuer Befugnisse einher.

Darüber hinaus wird eine neue Kryptowährung mit dem Namen CASH eingeführt. Mit dieser zahlt man unter anderem für Transaktionen im Netzwerk. CASH entsteht, ähnlich wie die Stablecoin DAI, als Forderung gegenüber einem auf der Compound Chain eingeschlossenen Sicherheitspfand und ist an den US-Dollar gekoppelt. Wie viele Parameter kann auch diese Kopplung durch Abstimmungen von COMP-Inhabern geändert werden. Dieses Wahlsystem nennt sich Proof-auf-Authority.

Die neue Blockchain des DeFi-Projektes wird von Beginn an mit Ethereum kompatibel sein. Zukünftig kompatible Blockchains werden von COMP-Inhabern gewählt. Die einzige Voraussetzung dabei ist, dass diese Smart Contracts unterstützen. Die nötigen Smart Contracts zum Verschieben von Assets zwischen Compound- und anderen Blockchains heißen „Starports“.

Nutzer sollen so jegliche Vermögensgegenstände auf der Compound Chain anbieten können. Sobald ein Asset auf Compound Chain hochgeladen wird, ist er für die Ausleihe an andere verfügbar. Es liegt an den Nutzern, ob sie diesen leihen wollen oder nicht.

Der COMP Kurs reagierte auf die Ankündigung am 16. Dezember mit einem Sprung an die 180-US-Dollar-Marke, konnte das Niveau jedoch nur kurz halten. Zu Redaktionsschluss handelt COMP bei 148 US-Dollar – und damit noch knapp 25 Prozent höher als vor 30 Tagen.

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