Das US-amerikanische Zahlungsnetzwerk Visa baut sein Geschäft mit Stablecoins weiter aus. Nur wenige Wochen nach dem Start einer eigenen Infrastruktur für digitale Dollar geht das Unternehmen jetzt eine strategische Partnerschaft mit Dunamu, dem Mutterkonzern hinter Upbit ein, welche zu den größten Krypto-Börse Asiens zählt.
Visa baut seine Stablecoin-Infrastruktur aus
Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Stablecoins stärker mit der bestehenden Zahlungsinfrastruktur verbinden und planen dafür unter anderem Lösungen für grenzüberschreitende Überweisungen. Erst im Juli hatte Visa eine eigene Plattform vorgestellt, über die Banken und Krypto-Unternehmen Stablecoins ausgeben und verwalten können. Konkrete Produkte oder einen Starttermin gibt es bislang allerdings noch nicht: Dem Vernehmen nach wird derzeit geprüft, ob die Zusammenarbeit auch in dem Bereich der Infrastruktur zum Einsatz kommen könnte.
Südkorea wird zum Testmarkt
Dass Visa dafür ausgerechnet Dunamu ausgewählt hat, dürfte kein Zufall sein. Über Upbit verfügt das Unternehmen bereits über direkten Zugang zu einem der aktivsten Krypto-Märkte Asiens und bringt eine eigene Digital-Asset-Infrastruktur in die Partnerschaft ein. Zudem geht die neue Kooperation noch über Stablecoins hinaus. Die beiden Firmen wollen untersuchen, ob KI-Agenten künftig selbstständig Zahlungen durchführen könnten, bei denen Stablecoins als programmierbares Zahlungsmittel dienen sollen.
Bereits zwei Tage zuvor wurde eine Kooperation von Visa mit der Shinhan Financial Group zu den Themen KI und B2B-Zahlungen bekannt, bei denen Stablecoins ebenfalls als Schnittstelle fungieren sollen. Der Zahlungsdienstleister baut sich damit gerade eine Infrastruktur auf, bei der Stablecoins das bestehende Zahlungssystem ablösen könnten und nutzt Südkorea dabei als Testmarkt.
