Revolut hat mit EURR seinen ersten eigenen Euro-Stablecoin gestartet. Die Einführung erfolgt schrittweise für berechtigte Kunden in Dänemark, Polen und Portugal. Der von Bridge Building SA ausgegebene Token soll seinen Wert bei einem Euro halten und nach den Vorgaben der europäischen Krypto-Regulierung MiCA durch entsprechende Reserven des Emittenten gedeckt sein.
EURR wird direkt in die Revolut-App integriert und kann von berechtigten Kunden für On Chain-Transaktionen genutzt werden. Der Stablecoin lässt sich auf verschiedene Blockchain-Netzwerke sowie externe Wallets übertragen. Geplant ist, EURR noch in diesem Jahr im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum verfügbar zu machen und später weitere Stablecoins aufzulegen, die an andere Währungen gekoppelt sind.
Revolut baut sein Krypto-Angebot weiter aus
Hinter dem Emittenten Bridge Building steht der Zahlungsdienstleister Bridge, den Stripe im Februar 2025 für 1,1 Milliarden US-Dollar übernommen hat. Revolut selbst übernimmt damit nicht die Ausgabe des Stablecoins, sondern bindet EURR über die Infrastruktur des Unternehmens in seine Plattform ein.
Mit dem Stablecoin will Revolut seinen Kunden einen direkten Zugang zu On Chain-Finanzdienstleistungen ermöglichen. EURR soll Euro-basierte Transaktionen innerhalb des Krypto-Ökosystems vereinfachen und dabei die bestehende Infrastruktur von Revolut nutzen.
Das Unternehmen hat sein Krypto-Angebot in den vergangenen Monaten erweitert. Im Juli wurde die Krypto-Börse Revolut X mit KI-Assistenten von Drittanbietern verbunden. Nutzer können darüber Märkte analysieren, Benachrichtigungen einrichten und Transaktionen per Sprachbefehl ausführen.
Auch außerhalb des Krypto-Bereichs baut Revolut sein Bankgeschäft aus. Im März erhielt das Unternehmen von der britischen Prudential Regulation Authority die Genehmigung für die Revolut Bank UK. Für die geplante US-Bank sind ebenfalls Stablecoin-Dienstleistungen vorgesehen, zusätzlich zu klassischen Bankprodukten.
