Eigentlich hatten die Ökonomen bei der US-Inflation mit einem leichten Rückgang gerechnet, die erhoffte Entspannung blieb jedoch aus. Der von der Federal Reserve besonders beachtete PCE-Preisindex ist im Juli gegenüber dem Vorjahresniveau um 3,7 Prozent gestiegen und bleibt damit genauso hoch wie im Juni.
Auch bei der Kerninflation, bei der die schwankungsanfälligen Lebensmittel- und Energiepreise herausgerechnet werden, gibt es keine Veränderungen. Sie verharrt weiter bei 3,3 Prozent und bleibt weiter deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Federal Reserve. Eine Fortsetzung des zuletzt beobachteten Rückgangs in der Inflation hätte den Druck auf die Notenbank reduziert und eine Lockerung der Geldpolitik wahrscheinlicher gemacht. Angesichts der neuen Zahlen ist das jetzt aber deutlich unwahrscheinlicher geworden.
Bitcoin fällt leicht
Am Krypto-Markt hält sich die Reaktion dennoch in Grenzen. Bitcoin fiel unmittelbar nach Bekanntgabe der Zahlen leicht ab, konnte die kurzzeitig unterschrittene Marke von 78.000 US-Dollar aber schnell wieder zurückerobern. Nach der starken Rally der vergangenen Woche setzt Bitcoin seine Konsolidierung damit zunächst fort, die gleichgebliebene Inflation nimmt BTC allerdings den kurzfristigen Kurstreiber.
Nächster Impuls aus Jackson Hole?
Umso stärker richtet sich der Blick jetzt auf das Jackson Hole Meeting. Bereits morgen beginnt dort das das jährliche Wirtschaftssymposium der Federal Reserve. Am Freitag wird Fed-Chef Kevin Warsh dort eine Rede zur Geldpolitik der USA halten und wichtige Hinweise darauf liefern, wie die Notenbank den gleichgeblieben Preisdruck bewertet und wie welche Konsequenzen daraus für die kommenden Zinsentscheidungen entstehen könnten. Zuletzt blieb der Leitzins zwar unverändert, drei Mitglieder hatten allerdings bereits für eine Erhöhung um 25 Basispunkte gestimmt. Die neuen PCE-Daten dürften den Befürwortern nun zusätzliche Argumente liefern.
