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Gold und Co. auf Polygon? Volksbank Mittweida startet Edelmetall-NFTs

Die Volksbank Mittweida setzt bei ihren Edelmetall-NFTs auf Polygon und zeigt den Kunden das Innenleben des Bank-Tresors. Ein Verlustrisiko gibt es nicht, weil “alle Rechte offchain gesichert sind”.

Dominic Döllel
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Volksbank Mittweida

Beitragsbild: Shutterstock

| Im ostdeutschen Mittweida bekommen Kunden der Volksbank NFTs

Die Volksbank Mittweida eG bietet ihren Kunden ab sofort eine NFT-Funktion beim Edelmetallkauf. Die ostdeutsche Bank übernimmt die Verwahrung von Gold, Silber, Platin oder Palladium dabei selbst. Ein anonymisiertes Bild der Barren oder Münzen, das dem persönlichen NFT zugeordnet ist, soll die Echtbestände verifizieren. Zur Abwicklung des Projekts setzt das Finanzinstitut auf die Ethereum-Skalierungslösung Polygon.

Nutzer erhalten einen “individuellen NFT (Non-fungible Token) der mit persönlich ausgewählten Edelmetallen befüllt” werden kann, so die Vision. Das Edelmetall läge gesichert im Tresor der Volksbank, wobei die Verwahrung bis 2025 gebührenfrei sei. Die Blockchain benutzt die Volksbank lediglich als Zusatz-Feature. Denn: Das NFT hat keinerlei Rechte und kann nicht transferiert oder verkauft werden. Gegenüber BTC-ECHO betont Thomas Otto, verantwortlich für blockchainbasierte Geschäftsmodelle bei der Volksbank Mittweida:

Kunden verwahren aktuell Ihr gekauftes Edelmetall häufig zu Hause, obwohl es im Tresor der Bank sicherer aufgehoben wäre. Offensichtlich haben Kunden Ihr Edelmetall gern in der Hand oder wollen es zumindest sehen. Das Foto zum Token soll diese Sichtbarkeit herstellen. Bei dem Produkt geht es um eine Einzelverwahrung von Edelmetallen im Tresor der Bank. Jeder Kunde hält dabei seinen ganz individuellen Bestand.

Der NFT ist eine Zusatzinformation ohne juristische Funktion.
Alle Rechte sind offchain gesichert. Das macht auch Blockchain-Neulingen den Einstieg in die Blockchain-Welt leichter.

Blockchain bei der Bank

Mithilfe der Blockhain erhalten Kunden Zugriff auf das Innenleben des Bank-Tresors – über ein Foto mit zugeordneter Token-ID. Auf Polygon setzt die Bank, wegen der Nachhaltigkeit und geringer Gebühren. Die notwendigen “Blockchain-Kosten” trage die Volksbank selbst. Das NFT sei ein technisch modifizierter ERC-1155 Token, aus rechtlicher Sicht ein sogenannter “Utility-NFT-Token”.

Ein Goldbarren mit der Token ID 1 im Tresor der Bank I Quelle: Volksbank Mittweida

Verantwortlich für die Verwahrung der Private Keys ist der Nutzer selbst. Bei einem Verlust der Schlüssel bestehe allerdings kein “Verlustrisiko des Edelmetalls”, da der Kunde einen Kaufvertrag unterschreibt. Dementsprechend dienen Blockchain und Wallet lediglich als Zusatz-Tool. Das NFT sei zudem nicht übertrag- oder handelbar. Allerdings bietet die Volksbank eine Auslieferungsoption an, wodurch der Kunde das Edelmetall selbst erhält.

Sind Krypto-Investoren weniger bereit, Risiko einzugehen?

Woran das liegt und welche Auswirkungen diese Entwicklung auf den Kryptomarkt haben könnte, lest ihr im neuen On-Chain-Report.

Mit der Blockchain setzt sich die Bank schon länger auseinander. Neben der VR Bank Bayern Mitte eG, mischt die Volksbank Mittweida als eine der ersten im Krypto-Geschäft mit.

Das revolutionäre Blockchain-Dorf mitten in Sachsen

Nur drei Autostunden von Berlin entfernt liegt Mittweida. Die sächsische Kleinstadt hat große Ambitionen, wenn es um Blockchain geht. Die erste DAO wurde 2016 hier erfunden. Später startete an der renommierten Fachhochschule der erste Blockchain-Masterstudiengang des europäischen Festlands, in Deutschland bis heute einzigartig.

Mit 14 Millionen Euro Fördermitteln vom Bund will die Stadt zudem zur Hochburg der deutschen Blockchain-Szene werden. BTC-ECHO war vergangenes Jahr vor Ort und hat mit Blockchain-Pionieren, Professoren, Bürgern und dem Bürgermeister gesprochen. Wie in Mittweida ein Krypto-Valley des Ostens entsteht, lest ihr in der Ausgabe 60 des BTC-ECHO Magazins.

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