Make XRP Great Again Mike Novogratz vergleicht Ripple Community mit Trump Supportern
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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In einem Interview verglich Bitcoin-Milliardär Mike Novogratz Ripple-Unterstützer mit Trump Supportern und nannte den XRP-Token einen “Quatsch-Coin”.

So schnell werden Mike Novogratz und die Ripple Community wohl keine Freunde mehr. In einem vor Kurzem erschienenen YouTube-Interview schoss der Bitcoin-Milliardär heftig gegen die XRP-Anhänger. Als er zu seiner Meinung gegenüber dem “Banken-Coin” gefragt wurde, kritisierte Novogratz vor allem die fehlende Dezentralität des Krypto-Projekts. Dabei verglich der Krypto-Whale die Ripple Community mit Trump-Supportern. Konkret sagte er:


Die XRP Army hat sich eine Community aufgebaut, die wirklich an die Sache glauben möchte. Es erinnert mich dabei etwas an Trump-Unterstützer. Man könnte denen alles Mögliche sagen und sie würden immer noch glauben, die Wahl sei gefälscht worden. Es ist wie mit den ganzen 9/11-Verschwörungstheorien. Der Krypto-Space ist halt manchmal so. Manche wollen die Wahrheit einfach nicht hören.

Mike Novogratz auf YouTube.

“Ripple ist ein Quatsch-Coin”

Während Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum einen echten Mehrwert für die Gesellschaft bringen würden, seien Projekte wie Dogecoin oder auch XRP nur sogenannte “Baloney Coins” also “Quatsch-Coins”. Das Problem liege hierbei daran, dass es zu viele Investoren gäbe, die nicht genügend mit der Materie vertraut seien und einfach nur investierten, weil sie die “Energie des Moments” spüren würden. Novogratz halte selbst zwar auch Anteile an Ripple, trotzdem sei es für ihn bisher ein Verlustgeschäft gewesen. Darüber hinaus sehe er die Anleger im Krypto-Space eher wie die Fans von Fußballmannschaften. Es gebe eine Art Stammesdenken, die im Kosmos der digitalen Assets vorherrschen würden. Egal ob bei XRP, Dogecoin oder sonstigen Altcoins.

Innerhalb des Krypto-Space gibt es schön länger kritische Stimmen, die die mangelnde Dezentralität von Ripple bemängeln. Tatsächlich sind von den 100 Milliarden XRP etwa 60 Milliarden in Ripples besitzt. Im Dezember 2017 hatte das kalifornische FinTech 55 Milliarden XRP in verschiedene Treuhandkonten (Escrows) eingezahlt, wovon jeden Monat eine Milliarde zurück in das Unternehmen fließt. Das Start-up entscheidet dann, ob es die XRP behält, auf den Markt wirft oder erneut verschließt. Damit möchte Ripple verhindern, dass der Markt zu schnell mit XRP überflutet wird. Seit dem “Lockup” sind 41 Monate vergangen und bisher sind den Escrows 7,3 Milliarden XRP entnommen worden, durchschnittlich also 178 Millionen pro Monat.

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DOGE-Community fordert Zahlungsintegration bei Amazon

Auch wenn der Vergleich mit Verschwörungstheoretikern oder Trump-Unterstützer etwas weit hergeholt ist, gibt es doch immer wieder Beispiele, in denen die Unterstützung bestimmter Coins fast an Fanatismus grenzt. Als Beispiel könnte man hier die DOGE-Community nennen. Seit der DOGE-Rallye Ende April hat eine Petition massiven Zulauf erfahren, die den Retail-Riesen Amazon zur Zahlungsintegration von Dogecoin auffordert. Zur Begründung schreibt der Antragsteller Mark E.:

Dogecoin ist wertstabil, hat die niedrigsten Transaktionsgebühren der anderen großen Coins, hat einen riesigen Vorrat an Coins und hat eine sehr große, aktive Community mit laufender Entwicklung.

Mark E. auf change.org

Somit sei es an der Zeit, dass Amazon “die Macht von Dogecoin erkennt” und “als Zahlungsmittel akzeptiert”. Dass die Petition in der Chefetage aber auf offene Ohren stoßen wird, darf bezweifelt werden. Im Vergleich zu DOGE verfügt XRP zumindest über einen validen Use Case, der die Art von Transaktionen maßgeblich verändern könnte.

Ob aus Ripple doch noch eine Erfolgsstory wie Bitcoin oder Ethereum wird, hängt wohl auch eng an dem Urteil im laufenden Gerichtsverfahren mit der SEC zusammen. Nach zwei Etappensiegen stehen die Chancen für das kalifornische FinTech bislang nicht schlecht.

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