Marktupdate Memecoins: Wann kommt das böse Erwachen?
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dogecoin

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Memecoins haben so manchen Krypto-Jünger zu Reichtum verholfen. Doch wie lange kann das gutgehen?

Sie heißen Dogecoin, Shiba Inu und Squid Game. Die Rede ist von Memecoins. Kaum ein Thema wird aktuell heißer gekocht als der Aufstieg von Kryptowährungen, die explizit keinen Nutzen haben. Wer früh genug in sie investiert hat, ist heute reich. Das ist verlockend. Doch was steckt hinter DOGE, SHIB und Co.?

Dogecoin ist nur ein Gag

Dogecoin wurde 2013 von Jackson Palmer und Billy Markus ins Leben gerufen. Jackson Palmer, der vorher beim Softwarehersteller Adobe als Marketingmanager beschäftigt war, hat aus dem beschränkten Nutzen von DOGE nie einen Hehl gemacht: “Wir haben anfangs ein paar Tage gebrainstormt, wie wir diesen Coin so lächerlich wie möglich machen können”, sagte der tatsächliche Dogefather auf Youtube.

DOGE: Zuerst kam der Pump.

Mittlerweile haben sich die Gründer aber aus dem Staub gemacht. Ob sie immer noch Dogecoins halten, ist nicht bekannt. Bevor sie das Projekt verließen, änderten sie jedoch die Geldpolitik des Coins. Denn während der Coin mit dem grenzdebilen Shiba Inu im Logo anfangs noch eine deflationäre Geldpolitik verfolgte, änderte man das Supply Schedule in ein inflationäres. So kommen pro Block 10.000 DOGE ins Netzwerk.

Blockzeit: Eine Minute. Supply Cap: Unendlich. Aktuell laufen rund 131 Milliarden Dogecoins um. Und so ist es nicht überraschend, dass Dogecoin eine der inflationärsten unter den zehn größten Kryptowährungen ist. Nur übertroffen von:


Shiba Inu

Auch Shiba Inu nimmt sich die japanische Hunderasse zum Vorbild, die auch das DOGE-Logo ziert. Im Gegensatz zum Original ist SHIB allerdings nicht das Ergebnis einer Hardfork (Dogecoin ist mittels Fork aus Luckycoin, der eine Fork von Litecoin (LTC) ist, entstanden), sondern entspringt dem ERC-20 Token Standard von Ethereum. Genau genommen ist SHIB also kein Coin, sondern ein Token.

Sicher keine Blase: SHIB.

Gleich zur Genese von Shiba Inu wurden eine Billiarde Coins hergestellt – der gesamte umlaufende Supply. Davon verbrannte man allerdings gleich die Hälfte, weshalb aktuell etwa 500 Billionen Einheiten der Währung umlaufen. Im Gegensatz zu DOGE gibt es bei SHIB allerdings immerhin so etwas wie ein Ökosystem, zu dem neben Shiba Inu auch die Token LEASH und BONE gehören (Wuff!). Diese dienen als Staking Rewards. Und dann gibt es da noch die Doggy DAO – aber da wird es dann zu bizarr.

Much Dump

So sehr die beiden Coins als Internetmeme ihre Berechtigung haben, eine Marktkapitalisierung jenseits der 35 Milliarden US-Dollar ist für ein Unterhaltungsprojekt nicht gerechtfertigt. Zum Vergleich: DAX-Unternehmen wie die Deutsche Bank bringen es auf eine vergleichbare Marktkapitalisierung. Beide Coins haben weder einen wirklichen Anwendungsfall, noch eignen sie sich als solide Wertspeicher. Shiba Inu mag immerhin so etwas wie ein kohärentes Ökosystem haben. Die Logik, in der es funktioniert, beschränkt sich aber auf die interne Welt des Coins. Außerhalb dessen hat auch Shiba Inu schlicht keinen Nutzen.

Am Beispiel des Subreddits Wallstreetbets kann man ablesen, welche Durchschlagskraft Meme Culture im Investmentbereich entwickeln kann. Die hohe Volatilität von Memecoins kann und wird sich aber eher früher als später ins Gegenteil verkehren. Gewinner:innen des Spiels sind dann nur die, die früh genug aus dem Markt gegangen sind.


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