Wer im Besitz eines Apple MacBooks ist, der könnte unfreiwillig zum Monero-Miner geworden sein. Davor warnt zumindest das niederländische Zentrum für Cybersicherheit in einem Bericht.
Demnach nutzten Angreifer eine Sicherheitslücke in Apples Screen-Sharing-Funktion aus, um die vollständige Kontrolle über mehrere mit dem Internet verbundene Macs zu übernehmen. Anschließend installierten sie Software, mit der die Kryptowährung Monero (XMR) geschürft wurde. Wie viele Geräte tatsächlich betroffen sind und wer hinter den Angriffen steckt, teilte die Behörde nicht mit.
Mittlerweile wurde die Schwachstelle von Apple mit Updates für macOS Tahoe 26.6.1, Sequoia 15.7.9 und Sonoma 14.8.9 behoben. Geräte, die nicht auf dem neusten Stand seien, seien weiterhin verwundbar, heißt es. Ein bloßer Wechsel des Screen-Sharing-Passworts reiche nicht aus.
Unklar ist, wie viele Nutzer tatsächlich Opfer der Masche wurden. Ein Bericht spricht von “mehreren Zehntausend”.
Monero und das “Crypto Jacking”
Der Fall klingt kurios, ist jedoch kein Einzelfall. Dass Hacker Computer aus der Ferne kapern, um Krypto zu minen, kommt öfter vor und hat sogar einen eigenen Fachbegriff: “Crypto Jacking”. Laut einem Bericht von Sonic Wall stiegen die Fallzahlen zwischen 2022 und 2024 um fast 650 Prozent. Im November 2023 sei es demnach zu fast 170 Millionen Fällen gekommen.
Oft nutzen die Hacker Maleware, um sich des Computers zu bemächtigen. Diese kann entweder über Phishing Mails oder kompromittierte Webseiten auf die Geräte gelangen. Ab dem Zeitpunkt laufen die Programme im Hintergrund und führen bei den Geschädigten zu höheren Stromkosten und Performance-Einbrüchen.
Dass die Hacker dabei ausgerechnet Monero minen, ist kein Zufall. Zum einen ist der Schürfprozess nicht so rechenintensiv wie beispielsweise bei Bitcoin. Zum anderen können Transaktionen über die Kryptowährung aufgrund stärkerer Anonymitätsmechanismen nur schwer nachverfolgt werden.
