Nach Bankenkollaps Krypto-Unternehmen suchen Zuflucht in der Schweiz

Mitte März verliert der Kryptosektor zwei wichtige Stützpfeiler in den USA. Zuflucht suchen Unternehmen jetzt in der Schweiz, bei der Digital Asset Bank Sygnum.

Dominic Döllel
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Beitragsbild: Shutterstock

| Die Schweiz gilt als eines der Krypto-freundlichsten Länder der Welt

Nach dem jüngsten Zusammenbruch kryptofreundlicher Banken in den Vereinigten Staaten ist ein funktionierender Fiatgateway dringend nötig. Zuflucht suchen viele internationale Krypto-Unternehmen nun in der Schweiz, unter anderem bei der Digital Asset Bank Sygnum. Das Lockmittel: regulatorische Klarheit. In der Hinterhand hat Sygnum außerdem Lizenzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Nahen Osten.

Gegenüber BTC-ECHO erklärt Nayana Talwar, Head Private Clients und Family Offices bei der Sygnum Bank: “In den letzten Wochen haben wir im Zuge der aktuellen Ereignisse in der Bankenbranche einen deutlichen Anstieg der Onboarding-Anfragen festgestellt.” März 2023 sei zudem einer “der stärksten Monate” für das Schweizer Geldhaus seit der Gründung gewesen.

Sygnum unternehme außerdem zusätzliche Anstrengungen, “um neue Kunden schnell, aber vollständig konform willkommen zu heißen”, so Talwar. “Wir werden unsere Kunden und Partner weiterhin in die Lage versetzen, mit vollem Vertrauen in die Digital Asset Economy zu investieren.” In Rahmen einer Kooperation mit der staatlichen Schweizer Postbank erhalten bereits rund 2,5 Millionen Kunden Zugang zu Bitcoin und Ethereum.

US-Bankenkrise offenbart Abhängigkeit

Es ist ein Weckruf: Der US-Kryptosektor verliert Mitte März zwei seiner wichtigsten Stützpfeiler. Erst schließt die Krypto-freundliche Silvergate Bank, dann folgt die Signature Bank – zentrale Brücke zwischen Krypto- und Fiat-System. “Die Krypto-Branche wurde im Grunde genommen aus dem Bankensektor entfernt, insbesondere für schnelle 24/7-Zahlungen”, erklärt Wirtschaftsprofessor Austin Campbell.

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1.600 Krypto-Firmen vertrauten auf Silvergate für den schnellen Tausch von Krypto in US-Dollar. Signature zählte nach eigenen Aussagen bereits 2021 über 800 Krypto-Kunden, darunter zuletzt Coinbase, Paxos und Circle.

Der Bankenkollaps zeigt, wie abhängig der Kryptosektor vom US-Raum ist. Laut Campbell ist die wahrscheinlichste Lösung ein Ausweichen auf “andere Jurisdiktionen.” In Hongkong zeichnet sich bereits ein innovativer Krypto-Standort ab. Auch die Schweiz dürfte dank Sygnum Teil der neuen Zuflucht sein.

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