Die 5 wichtigsten Meldungen 

Krypto-News: Bitcoin-Steuer ab 2028, XRP ETFs boomen und der Blockstream-Gegenangriff

Bundesfinanzmister Lars Klingbeil will Krypto-Anleger ab 2028 in die Mangel nehmen, XRP Spot ETFs laufen besser als die Bitcoin-Indexfonds und Blockstream wehrt sich gegen Erpresser – die Krypto-News der Woche.

Tobias Zander
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Garlinghouse, Back, Klingbeil vor Bundestag und Bitcoin-Münze

Beitragsbild: picture alliance I KI-Fotomontage

| Drei Männer, die die Krypto-Woche prägten: Brad Garlinghouse, Adam Back, Lars Klingbeil (v.l.n.r.)

Eine weitere spannende Woche im Krypto-Sektor neigt sich dem Ende zu. Die wichtigsten Ereignisse rund um Bitcoin, Ethereum, XRP und Co. kompakt im Überblick.

XRP Spot ETFs trotzen Bitcoin-Schwäche an der Wall Street

Während die Bitcoin Spot ETFs in dieser Woche deutliche Abflüsse hinnehmen mussten, zeigt sich bei XRP ein positives Bild. Binnen vier Handelstagen verloren die BTC-Indexfonds von BlackRock, Fidelity und Co. zusammengerechnet 463 Millionen US-Dollar. Die XRP-Produkte verbuchten im gleichen Zeitraum dagegen Nettozuflüsse von 19 Millionen US-Dollar. Ungewöhnlich ist diese Entwicklung nicht zuletzt deshalb, weil beide Kryptowährungen am Spotmarkt nahezu gleich stark korrigierten. Neue Daten von WisdomTree deuten allerdings darauf hin, dass sich der Ripple-Coin zunehmend entkoppelt.

Warum einige Analysten sogar über ein langfristiges “Flippening” sprechen und wie realistisch dieses Szenario ist, lest ihr hier: “Ripple als Liebling der Wall Street: Bitcoin verliert, XRP Spot ETFs legen kräftig zu”.

Blockstream legt sich mit Bitcoin-Hackern an

Nach dem spektakulären Angriff auf das Liquid Network hat Blockstream eine klare Linie gezogen. Von den ursprünglich entwendeten rund 4.000 Bitcoin wurden zwar etwa 3.400 BTC zurückgegeben, die mutmaßlichen Angreifer behielten jedoch knapp 600 Coins ein und forderten diese als Belohnung. Das von Adam Back geführte Unternehmen lehnt dies entschieden ab und kündigte stattdessen juristische Schritte an. Gemeinsam mit Strafverfolgungsbehörden, Krypto-Börsen und Forensik-Spezialisten sollen die verbliebenen Gelder nachverfolgt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Weshalb Blockstream keinen Präzedenzfall für Lösegeldzahlungen schaffen will, erklärt euch dieser Beitrag: “Wir werden nicht zahlen: Blockstream weist Bitcoin-Hacker-Forderung zurück”.

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Bitwise beerdigt seinen Dogecoin ETF

Nicht einmal ein Jahr nach dem Start zieht Bitwise bei seinem Dogecoin ETF (BWOW) den Stecker. Der voraussichtlich letzte Handelstag an der NYSE ist der 14. Oktober, wenige Tage später sollen verbliebene Anleger auf Basis des Nettoinventarwerts ausgezahlt werden. Der Indexfonds hatte seit seinem Start im November 2025 kaum dauerhaftes Interesse geweckt. Auch der gesamte Markt für Dogecoin ETFs blieb mit einem Handelsvolumen von rund 300 Millionen US-Dollar deutlich hinter anderen Krypto-Produkten zurück.

Was die überraschende Schließung für Dogecoin bedeutet und wie der DOGE-Kurs auf das Aus reagiert, erfahrt ihr hier: “Dogecoin nach ETF-Aus: Was jetzt für den Kurs zählt“.

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Klingbeil macht bei der Krypto-Haltefrist Ernst

Die Pläne für das Ende der einjährigen Krypto-Haltefrist werden konkreter. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem Gewinne aus Bitcoin und anderen Kryptowerten ab 2028 grundsätzlich mit 25 Prozent Abgeltungsteuer besteuert werden sollen. Das Bundesfinanzministerium bestätigte BTC-ECHO die Arbeiten an einer grundlegenden Reform. Noch offen ist allerdings, wie Altbestände behandelt werden. Verschiedenen Berichten zufolge soll für Coins, die vor dem 1. Januar 2027 gekauft wurden, weiterhin die bisherige Haltefrist gelten. Im Gegenzug könnten Krypto-Verluste künftig mit Gewinnen aus Aktien verrechnet werden.

Welche Anleger betroffen wären und was die Reform steuerlich bedeutet, verdeutlicht dieser Artikel: “Krypto-Haltefrist soll fallen: Klingbeil legt Gesetzentwurf vor“.

Die meisten Krypto-Millionäre verdanken ihr Vermögen Bitcoin

Weltweit besitzen mittlerweile 135.694 Menschen digitale Vermögenswerte im Wert von mindestens einer Million US-Dollar. Das zeigt der neue Crypto Wealth Report 2026 von Henley & Partners. Besonders deutlich ist dabei die Dominanz von Bitcoin: 92.272 der erfassten Krypto-Millionäre verdanken ihr Vermögen der größten Kryptowährung. An der Spitze wird die Gruppe allerdings schnell kleiner, denn nur 290 Personen halten mehr als 100 Millionen US-Dollar in digitalen Assets, 23 gelten als Krypto-Milliardäre.

Warum der Wohnsitz für vermögende Krypto-Anleger zunehmend zur strategischen Frage wird und welche Länder besonders attraktiv sind, lest ihr hier: “Über hunderttausend Krypto-Millionäre weltweit”.

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