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Marktupdate Krypto-Markt legt nach FED-Ankündigung zu

Die Federal Reserve reduziert ihre Anleihekäufe und kündigt eine Erhöhung des Leitzinses an. Der Krypto-Markt hat die Meldung überraschend gut aufgenommen.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Bitcoin-Münze auf Dollarnote

Quelle: Shutterstock

Die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) hat in einer gemeinsamen Erklärung der Notenbankchefs ein beschleunigtes Runterfahren der Anleihekäufe und damit das schrittweise Auslaufen der Rettungspakete angekündigt. Mit den ab Januar eingeleiteten Maßnahmen soll die ausufernde Inflation in den USA langfristig wieder auf zwei Prozent gedrückt werden. Derzeit liegt die Inflationsrate bei 6,8 Prozent.

“Dank der Fortschritte bei den Impfungen und der starken politischen Unterstützung haben sich die Indikatoren für Wirtschaftstätigkeit und Beschäftigung weiter verbessert”, heißt es in dem Schreiben. Ab kommenden Jahr verdoppelt die Fed die Senkung der Anleihekäufe demnach auf 30 Milliarden US-Dollar und wird diese bis Mitte März, drei Monate früher als erwartet, einstellen. Auch eine Erhöhung des Leitzinses wird für 2022 erwartet.

Krypto-Markt legt nach FED-Ankündigung zu

Am Krypto-Markt wurde das Ende der Rettungsmaßnahmen positiv aufgenommen. Die Gesamtmarktkapitalisierung legt im Tagesvergleich um 2,5 Prozent zu. Während sich Bitcoin unverändert zeigt, holt Ethereum (ETH) drei Prozentpunkte auf und notiert somit wieder knapp über 4.000 US-Dollar. Solana (SOL) ergattert sogar ein Tagesplus von sieben Prozent. Top-Performer der zehn größten Kryptowährungen ist aber Avalanche. Der AVAX-Kurs steht im Tagesvergleich zehn Prozent im Plus und somit wieder über 100 US-Dollar. Das Kursplus erklärt sich durch die jüngste Integration des Stablecoins USDC in das Smart-Contract-Netzwerk. Den Stuhl für AVAX räumen musste Dogecoin, der auf Platz elf zurückgefallen ist.

Bank of England warnt vor Krypto-Käufen

Während sich die US-Währungshüter aus den Finanzmärkten zurückziehen, warnt die Bank of England Krypto-Anleger:innen vor einem Totalverlust. Gegenüber der BBC mahnt ein Sprecher der Bank of England vor einem “Dominoeffekt”, wenn der Wert von Krypto-Vermögenswerten “stark fallen würde”. Auch einen Markteinbruch schließt er nicht aus: “Der Preis von Kryptowährungen kann sehr stark schwanken und sie könnten theoretisch oder praktisch auf Null fallen”, erklärte er.

Risiken für das britische Finanzsystem bestünden derzeit zwar nicht, wie die Notenbanker im aktuellen Finanzstabilitätsreport schreiben. Man sei aber “wachsam gegenüber den Risiken, die von Krypto-Assets ausgehen könnten”. Sorgen macht sich die Zentralbank insbesondere, “wenn Kryptowährungen weiterhin so schnell wachsen und stärker mit dem breiteren Finanzsystem verflochten werden”. Aktuell sind etwa 0,1 Prozent des Privatvermögens der britischen Haushalte in Kryptowährungen investiert.

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