Regulierungs-ECHO Krypto-Gesetz der Bundesregierung – Mit Rückenwind ins neue Jahr
David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Steuerrad einer Segelyacht

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Während die Weltwirtschaft weiter unter der Corona-Pandemie ächzt, geht die deutsche Krypto-Branche mit Rückenwind ins neue Jahr. Hierfür sorgt das neue Krypto-Gesetz der Bundesregierung, das nur noch auf die Zustimmung des Bundestags wartet.

Meilenstein: Kabinett beschließt Gesetz für Blockchain-Wertpapiere

Die erste Hürde ist genommen: Nachdem das Bundeskabinett um die Minister Olaf Scholz und Christine Lambrecht in der vergangenen Woche ihr Gesetz zur Ausgabe von elektronischen Wertpapieren beschlossen, frohlockt die heimische Krypto-Branche ob kommender Standortvorteile. Künftig sollen digital verbriefte Wertpapiere den selben Status wie ihr analoges, urkundlich verbrieftes Pendant haben. Zustimmen muss jetzt nur noch der Bundestag, der den Ministern wahrscheinlich keinen Strich durch die Rechnung machen wird. Der Grundstein für die Blockchain-Strategie der Bundesregierung ist damit gelegt.


Kryptowerte vs. Kryptowerte: Von der Dissonanz deutscher und europäischer Krypto-Regulierung

Die supranationale Abstimmung zwischen den Organen der Europäischen Union und ihren Mitgliedsstaaten hat ihre Tücken und Engpässe. Nicht immer gehen die Regelungen des einen mit der Umsetzung des Anderen Hand in Hand. Dies gilt auch für die Regulierung von Krypto-Werten. In seinem Gastkommentar legt Fachanwalt Lutz Auffenberg von der Kanzlei Fin Law die deutsche und europäische Regulierung auf den Seziertisch – und deckt dabei manch Unstimmigkeit auf. Lesen lohnt sich.

Alle Jahre wieder: Maduro verschleudert Petros zu Weihnachten

Weihnachten ist eine Zeit des Gebens: Dies scheint sich auch der venezolanische Präsident Nicolas Maduro vor Augen geführt zu haben. In der vergangenen Woche kündigte er an, einen halben Petro an venezolanische Rentner und Arbeitnehmer des öffentlichen Sektors als Weihnachtsgeld auszugeben. Dass jedoch niemand ganz ohne Absicht schenkt, gilt auch für den Autokraten. Dieser erschlägt mit der Initiative gleich zwei sprichwörtliche Fliegen. Einerseits scheint sich Maduro mit der Aktion ein Stück der des längst verlorenen Rückhalts in der Bevölkerung zurückkaufen zu wollen. Andererseits wird die Regierung die staatliche Kryptowährung weiter anschieben wollen, die laut Berichten knapp zwei Jahre nach der Veröffentlichung immer noch kaum zum Einsatz kommt.


Harte Bandagen: Estland geht gegen Briefkastenfirmen vor

Dank günstigem Strom und wohlwollender öffentlicher Hand galt Estland lange als Mekka der Blockchain-Industrie. Nun scheint damit Schluss zu sein. Nachdem sich Unternehmen weltweit die günstige Gesetzeslage vor Ort lange Zeit zunutze machten und ihre Briefkästen ins Baltikum verlegten, macht die Regierung nun erst. Einer offiziellen Mitteilung zufolge haben die Behörden im vergangenen Jahr mehr als 1000 Krypto-Unternehmen die Lizenz entzogen, die „minimale Verbindungen zum Land“ hatten. Für deren Aufsicht reiche die Kapazität der Behörden schlicht nicht. Nun seien neue gesetzliche Regelungen auf dem Weg. Damit scheint das gelobte Land für ausländische Profiteure zu verdorren.

Ehemaliger PBoC-Gouverneur: Digitaler Yuan ist keine Weltwährung

Im Buche der westlichen Währungshüter und Regierungen ist der digitale Yuan eines der größten Schreckgespenster der kommenden Jahre. Für viele verkörpert das Währungsprojekt die Krankenarme des chinesischen Imperialismus, der sich nun auch in die Wirtschaftsordnung einmischt. Ein ehemaliger Gouverneur der PBoC gibt dem Westen nun eine vorsichtige Entwarnung: Laut Zhou Xiaochua ziele Peking mit der Digitalwährung nicht darauf, das Geldsystem anderer Länder zu ersetzen. Wohl aber könne die CBDC den grenzübergreifenden Handel erleichtern, dies berichtet die South China Morning Post. Die außenpolitischen Falken unter den westlichen Staatenlenkern wird die diplomatische Rhetorik jedoch wohl kaum beruhigen.

Kinderhilfswerk UNICEF verstärkt Blockchain-Investitionen für Entwicklungshilfe

Aufgrund von Korruption, Intransparenz und ineffizientem Prozessmanagement steht die internationale Entwicklungshilfe häufig auf tönernen Füßen. Ändern könnten dies bald Blockchain-Technologien, hier sind sich Krypto-Enthusiasten einig. Auch das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF scheint dies für sich erkannt zu haben. Gemeinsam mit Ethereum Classic Labs will man die Entwicklungshilfe optimieren. BTC-ECHO hat für Euch die ersten gemeinsamen Projekte unter die Lupe genommen.


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