Regulierungs-ECHO Krypto-Börsen weltweit im Klammergriff der Behörden
Elias H.

von Elias H.

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Bitcoin mit Schlössern

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Die SEC stürzt sich nach Ripple auf Coinbase; die BaFin erteilt eine zweite Krypto-Lizenz und Südkorea geht hart gegen den Krypto-Space vor. Das Regulierungs-ECHO.

Zweite Krypta-Verkehr-Lizenz an Kapilendo vergeben

Das Berliner Unternehmen, Kapilendo Custodian AG, darf sich über eine Nachricht freuen. Kapilendo ist nämlich erst das zweite Unternehmen, dass von der BaFin eine Lizenz zum Verwahren von Kryptowährungen erhalten hat. Bislang hatte die BaFin nur an Coinbase eine solche Lizenz vergeben. Damals kamen Zweifel auf, ob die BaFin Coinbase denn nicht bei der Lizenzvergabe bevorzugt haben könnte.


Diese Zweifel werden durch die jüngste Nachricht etwas abgemildert. Und es könnte noch weiter gehen: Denn auf Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion kam heraus, dass bei der BaFin insgesamt 25 weitere Anträge für eine solche Verwahr-Lizenz vorliegen. Einige von diesen sollen die Lizenz bereits in den kommenden Wochen erhalten.

Nach Ripple nimmt sich die SEC Coinbase vor.

Die wilden Zeiten der Krypto-Börsen, abseits des Rechtswesens, gehören zunehmend der Vergangenheit an. 2021 schien vor allem Binance mit diesem rechtlichen Gegenwind konfrontiert zu sein. Und lieferte sich dabei mitunter ein juristisches Pingpong-Spiel mit den Behörden. Doch seit einiger Zeit wird auch Coinbase in die juristische Zange genommen. Kernpunkt des Streits zwischen der Krypto-Börse und der SEC ist dabei das Lending-Programm des Unternehmens. In diesem ist geplant, dass Kunden via Coinbase in den Stablecoin USDC investieren können. Das Kapital verleiht Coinbase dann an verifizierte Kreditnehmer. Der Kreditgeber erhält so letztlich eine Effektivrendite von 4 Prozent. Das Produkt ist noch nicht auf dem Markt, was Paul Grewal, dem Chief Legal Officer von Coinbase, auf fehlende Kommunikationsbereitschaft aufseiten der SEC zurückzuführen ist. Der Ausgang dieses Streits ist indes noch offen.


Südkorea: Neue Vorgaben bringen Krypto-Börsen in Bedrängnis

In Südkorea bringt derweil eine im Juni beschlossene Verordnung der Financial Services Commission (FSC) die Krypto-Börsen des Landes in die Bredouille. So muss jede Bitcoin-Börse bis zum 24. September 2021 eine Lizenz beantragen, wenn sie weiter operieren will. Die Lizenz gibt es indessen nur für die Krypto-Börsen, die eine Bank als Koalitionspartner vorweisen kann. Das problematische für die Bitcoin-Handelsplattformen dabei: Viele Banken sehen zu viele Nachteile, die mit solch einer Partnerschaft verbunden sind. Wer bis zum 24. September keine dieser Lizenzen erhält, muss seine Geschäftstätigkeiten beenden.

Bisher haben es nur die größeren und bekannteren Krypto-Börsen geschafft, eine Bank als Partner zu gewinnen und so eine Lizenz zu erhalten. Dabei wickeln diese gemeinsam schon jetzt mehr als 90 Prozent des südkoreanischen Kryptohandels-Volumens ab. Die übrigen 10 Prozent verteilen sich auf die kleinere Konkurrenz. Und für die dürfte es mit jedem Tag enger werden, je näher der 24. September heranrückt. Experten fürchten, dass die Schließung der lizenzlosen Krypto-Börsen auch einen Bank Run hervorrufen könnte.

New Yorker Staatsanwaltschaft schließt Krypto-Börse

Gegen die Krypto-Handelsplattform Coinseed wurde von der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft ein Urteil erwirkt. Der Gründer dieser Bitcoin-Börse prellte Kunden um ihr Kapital. Unter anderem investierte er ihm anvertrautes Geld in Dogecoin, ohne das Wissen seiner Anleger. Coinseed muss nun den Betrieb endgültig einstellen und eine millionenschwere Geldstrafe blechen.


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