Nächste Woche wählen die USA bei den Midterms einen neuen Kongress. Auf Prognosemärkten wie Polymarket rechnen die meisten Nutzer damit, dass die Demokraten sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit übernehmen. Der amtierende Präsident Donald Trump würde damit zur “Lame Duck. Für den Krypto-Markt sei das aber kein großes Problem – meint jedenfalls der Vermögensverwalter Grayscale.
Auf X schreibt das Unternehmen: „Die US-Midterms stehen bevor, aber Krypto wird sich unabhängig vom Ausgang weiterentwickeln.“
Head of Research Zach Pandl begründet das in einer Analyse mit drei Argumenten.
Zunächst sei Krypto mittlerweile parteiübergreifend – Umfragen zufolge besäßen und nutzten etwa gleich viele Demokraten wie Republikaner Kryptowährungen. Auch der GENIUS Act sei als Gemeinschaftsprojekt zu betrachten und nicht als Kind nur einer Partei. Zudem spiele Krypto vor allem außerhalb der USA eine große Rolle. 80 bis 85 Prozent der Nutzung seien außerhalb der Landesgrenzen zu verorten. Schließlich sei Krypto ein nicht zu unterschätzender Teil der Privatwirtschaft, denn Zahlungsanbieter wie Visa oder Stripe würden bereits eigene Lösungen auf Basis von Stablecoins entwickeln.
Die Midterms könnten Krypto zwar am Rand beeinflussen, so das Fazit, die Entwicklung der Branche aber nicht aufhalten. Weniger gelassen blickt ChatGPT auf den Wahltag. Das neueste OpenAI-Modell rechnet bei einem Sieg der Demokraten kurzfristig mit Turbulenzen für Bitcoin und Co. Mehr dazu in unserem Artikel: So könnte eine Trump-Niederlage den Bitcoin-Kurs treffen.

