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Klimakiller NFT? So viel Strom verbrauchen CryptoPunks, Bored Apes und Co.

Sind NFTs ein Klimakiller und wieviel Bäume muss man pflanzen, um dies zu kompensieren? Mit diesem Rechner lässt es sich leicht herausfinden.

Nicola Hahn
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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CryptoPunk vor anderen

Beitragsbild: Shutterstock

Die Tweets von Tesla-Chef Elon Musk zu Bitcoins hohem Stromverbrauch im letzten Jahr brachten nicht nur den Bitcoin-Kurs ins Straucheln, sondern rückten auch die Nachhaltigkeitsfrage wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Das Argument: Bitcoin-Mining verbrauche zu viel Strom. Doch was ist mit dem NFT-Bereich? Schließlich basieren auch NFTs auf einer Blockchain-Infrastruktur.

Auf der Webseite NFT CLUB haben Expertinnen und Experten den ökologischen Fußabdruck für den gesamten Lebenszyklus eines NFTs ausgerechnet, um anschließend Auskunft darüber zu geben, wie viele Bäume man pflanzen müsste, um den ökologischen Schaden wieder auszugleichen.

Wieviel CO₂ stößt ein NFT aus?

Laut nftclub.com werden allein bei der Prägung (im Fachjargon Minting genannt) schon rund 83 Kilogramm CO₂ ausgestoßen (siehe Abbildung 1). Anschließend muss der neu geschaffene NFT verkauft werden. Dazu geben Interessierte Angebote auf Plattformen wie OpenSea ab. Diese werden mit 23 kg CO₂ angesetzt. Weiter geht es mit dem tatsächlichen Verkauf. Hier fallen rund 51 kg CO₂ an. Den anschließenden eigentlichen Transfer beziffern die Experten auf 30 kg. Für jeden weiteren Verkaufsprozess sollen sogar 81 kg an CO₂-Äquivalenten anfallen.

CO2-Ausstoß NFT
Abbildung 1: CO2-Ausstoß im Lebenszyklus eines NFTs, Quelle: NFT Club

NFT-“Klimakiller” im Vergleich

Aber zurück zur eigentlichen Frage. Was sind nun die “umweltschädlichsten” NFT-Kollektionen? Im Folgenden eine Auflistung der drei CO₂-intensivsten NFT-Kollektionen:

Platz 1: CryptoKitties

Mit deutlichem Vorsprung geht die Goldmedaille an die CryptoKitties. Rund 240.000 Kilogramm CO₂ verursacht die Kollektion. Hiermit müsste man rund vier Millionen Bäume pflanzen, um den ökologischen Fußabdruck auszugleichen. Laut NFT Club war allerdings Axie Infinity davor auf dem ersten Platz. Die Kollektion durfte aber nach dem Umzug auf die Ronin Chain die Krone an die CryptoKitties abgeben.

Platz 2: Sorare

Mit etwa 35 Millionen Kilogramm CO₂ und rund 580.000 Bäumen landet Sorare auf dem zweiten Rang.

Platz 3: Art Blocks

Platz drei geht an Art Blocks. Rund 23 Millionen Kilogramm CO₂ verursacht die Kollektion. Das entspricht rund 385.000 Bäumen.

Bored Apes und Cryptopunks

Das Erstaunliche: Die wahrscheinlich zurzeit bekanntesten NFT-Kollektionen Bored Ape Yacht Club sowie die Cryptopunks landen im Ranking “nur” auf Platz 13 und 48.

Im Folgenden stellt die Seite noch weitere anschauliche Vergleiche her. So könnte die gesamte Welt auf Grundlage der Berechnungen in etwa 2,2 Billionen NFT-Transaktionen vertragen.

Tabelle
Abbildung 2: Klimaverträgliche NFT-Transaktionen, Quelle: NFT Club

Natürlich sind solche Zahlen immer mit Vorsicht zu genießen und man sollte diese auch immer in Kontext setzen. Laut aktuellen Forschungen gibt es auf der gesamten Erde rund drei Billionen Bäume gibt. Setzt man dies ins Verhältnis zu den benötigten Bäumen für die CryptoKitties, so entspricht dies circa 0,1 Prozent. Zudem kommt es auch immer darauf an, von welchem Strommix man ausgeht. Mehr über die Herangehensweise bei den Berechnungen findest du hier und hier.

Darüber hinaus sollte man auch immer den Vergleich zu anderen energiefressenden Dienstleistungen, wie beispielsweise dem Video-Streaming oder dem Data-Hosting, ziehen. Die Diskussion, die hiermit angestoßen wird, macht allerdings deutlich, dass das klassische Bitcoin-Mining aktuell wahrscheinlich zu Unrecht am meisten Kritik in Sachen Stromverbrauch abbekommt.

Wer wissen möchte, ob sich ein Investment in NFTs jetzt noch lohnt, der sollte einen Blick in den letzten Freitagskommentar von BTC-ECHO Chefredakteur Sven Wagenknecht werfen.

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