DeFi-Monitor Kampfansage: Gary Gensler will DeFi in seine Schranken weisen
Leon Waidmann

von Leon Waidmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

DeFi Kampf

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“Alle Kryptowährungen müssen reguliert werden”.

SEC-Chef Gary Gensler hat diese Woche eine unmissverständliche Botschaft für den Krypto-Sektor verkündet und insbesondere Decentralized Finance (DeFi) musste darunter leiden.

Am 21. September hat Gary Gensler, Chef der US-amerikanischen Börsenaufsicht bekannt gegeben, dass es für ihn außer Frage steht, dass Krypto-Token wie Wertpapiere zu behandeln sind. Aus diesem Grund ist er überzeugt, dass viele an Börsen gehandelte Token dazu verpflichtet sind, sich bei der SEC zu registrieren. Im Klartext bedeutet das, dass der 63-jährige ein aus den 1930ern stammendes Gesetz auf den Sektor für Decentralized Finance anwenden möchte. Gensler fordert die verschiedenen DeFi-Projekte dazu auf, mit der SEC zusammenzuarbeiten. Denn nur so sei es möglich, dass die Projekte die in den USA geltenden Steuer-, Geldwäsche- und Wertpapiervorschriften einhalten können.


Wir haben robuste Befugnisse bei der SEC und wir werden sie nutzen. Es wäre besser, wenn die Plattformen, die mit Wertpapieren handeln, die Lending oder Staking betreiben, zu uns kommen. Gemeinsam können wir herausfinden, wie wir sie mit dem Gesetz konform machen.

Außerdem versprach Gensler ein hartes Durchgreifen gegen diejenigen, die außerhalb der gesetzlichen Vorschriften der SEC agieren. In Folge dieser Nachrichten performte der DeFi-Sektor entsprechend schlecht. Allein in den vergangen sieben Tagen verlor der DeFi Pulse Index (DPI) knapp 30 Prozent seines Wertes.

DeFi Pulse Index

Zu Redaktionsschluss handelt DPI bei 291,66 US-Dollar.

Bitfinex verbindet CeFi mit DeFi

Positivere Nachrichten kommen von der Krypto-Böse Bitfinex. Diese hat am Donnerstag verkündet, dass sie ihre zentralisierte Handelsplattform mit der Layer-2-DeFi-Exchange DeversiFi verbindet. Die Brücke soll Usern zum einen mehr Datenschutz ermöglichen. Zum anderen sollen die Nutzer gleichzeitig auch auf die hochliquiden und benutzerfreundlichen Eigenschaften einer zentralisierten Börse zugreifen können. Darüber hinaus geht aus der Mitteilung von Bitfinex hervor, dass Transaktionen zunächst ausschließlich mit dem kontroversen Stablecoin Tether (USDT) möglich sind. In Zukunft wird es aber auch möglich sein, andere ERC-20-Token zu handeln, so Bitfinex.

Will Harborne, CEO und Mitbegründer von DeversiFi, sagte dazu folgendes:


Layer-2 ist die Zukunft der Blockchain. Ob es das Lightning Network für Bitcoin oder Roll-ups wie DeversiFi für Ethereum, Kryptowährungen und DeFi stehen kurz davor, endlich für jedermann zugänglich zu sein.

Des Weiteren glaubt der CEO von DeversiFi, dass dieses neue Produkt schnell von der Kundenbasis von Bitfinex angenommen werden wird, da das Interesse an DeFi derzeit exponentiell wächst.

pNetwork erleidet Millionenschaden durch Hackerangriff

Wieder einmal gelang es Hackern mehrere Millionen US-Dollar in Kryptowährung zu erbeuten. Dieses Mal hat es pNetwork getroffen. Das auf der Binance Smart Chain (BSC) ansässige Projekt verlor durch den Hack umgerechnet rund 12,7 Millionen US-Dollar. Die Cross-Chain-DeFi-Plattform verkündete am 19. September auf Twitter, dass das Netzwerk angegriffen wurde und ein Hacker 277 Bitcoin stehlen konnte.

Eigentlich will pNetwork den Nutzenden eine “effektive Blockchain-übergreifende Kompatibilität für dezentrale Anwendungen” bieten, mithilfe derer diese auf beliebige Vermögenswerte zugreifen können. Dabei ist die Idee, dass sogenannte “Brücken” zwischen den einzelnen Blockchains angeboten werden. Das Projekt ähnelt daher auch der DeFi-Börse THORChain, die ebenfalls Blockchain-übergreifende Token-Transfers anbietet.

Insbesondere Cross-Chain-Plattformen scheinen in den letzten Monaten vermehrt das Ziel von Hackern zu sein. Beispielsweise verlor neben pNetwork auch THORChain in den letzten Monaten mehrere Millionen US-Dollar durch Angriffe von Hackern. Zwar hat die dezentrale Börse infolgedessen angekündigt, massiv in den Ausbau der Sicherheit seiner Plattform zu investieren, aber noch muss die Zukunft zeigen, wie nachhaltig diese Investitionen sind.


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