Bitcoin, nein danke Jamie Dimon: “Ich interessiere mich nicht für Bitcoin”
Marlene Müller

von Marlene Müller

Am · Lesezeit: 3 Minuten

J.P. Morgan Gebäude

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Der CEO von JP Morgan betont sein Desinteresse an Bitcoin, hält es aber für möglich, dass der Preis sich noch verzehnfacht.

Bitcoin sei “Betrug”: Damit hatte Jamie Dimon seinerzeit für Aufsehen gesorgt. Auch im Nachhinein hat es der CEO von JP Morgan einige Male mit seinen Äußerungen in die Schlagzeilen geschafft. Zunächst weil er auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos 2019 eingestand, dass die Blockchain als “echte Technologie” über ein “tatsächliches Potenzial verfüge”. Dann, weil er auf dem Jahrestag des Investment Company Institute im Mai 2021 mehr staatliche Aufsicht über den Kryptomarkt forderte, damit dieser nicht zu “mächtig” werde. Damals formulierte er es dennoch so, als würde er daran glauben, dass der Kryptomarkt weiter wachsen würde.


Auch mit seinem letzten Statement gegenüber der Times of India (TOI) spricht er Bitcoin erhebliches Potenzial zu. Gleichzeitig betont er nun aber sein Desinteresse an der Ur-Kryptowährung:

Ich interessiere mich nicht wirklich für Bitcoin. Ich denke Menschen verschwenden zu viel Zeit und Luft damit. […] Ich denke, dass jemand der Geld leiht, um damit Bitcoin zu kaufen, ein Depp ist. Das heißt aber nicht, dass der Preis innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht um das 10fache steigen kann. Aber das interessiert mich nicht.

Jamie Dimon, The Times of India

Was auch immer es ist, Regierungen werden es regulieren

Zudem fragt der TOI Reporter ihn um seine Meinung zu der in Indien laufenden Debatte, ob Kryptowährungen verboten oder reguliert werden sollten. Darauf antwortet er


Es wird reguliert werden. Regierungen regulieren nahezu alles. Ich weiß nicht, ob es [eine Kryptowährung] sich um einen Vermögenswert handelt. Ich weiß nicht, ob es eine ausländische Devise ist. Ich weiß nicht, ob es eine Währung ist oder ob es an den Sicherheitsgesetzen liegt, aber sie werden es tun. Und sie werden es zu einem gewissen Maße beschränken. Aber ob es das eliminiert kann ich nicht sagen und persönlich interessiert es mich nicht. Ich bin kein Bitcoin-Käufer.

Jamie Dimon, The Times of India

Subtile Kritik gibt es dennoch

Dennoch lässt er es sich auch dieses Mal wieder nicht nehmen, Kryptowährungen im Kontext von Negativbeispielen zu nennen. So erklärte er, dass er sich noch darin erinnere, als “Beanie Babies” (Kuscheltiere) für 2.000 US-Dollar das Stück verkauft wurden und dass alle über die Tulpenzwiebeln und Internetaktien in der Vergangenheit Bescheid gewusst hätten. Dass das alles Spekulationen gewesen wären, die nun mal in “jedem Markt auf der Welt vorkommen, auch in kommunistischen Ländern.” Deshalb verstehe er nicht, “warum man sich über die vielen Spekulationen wundert, vor allem, wenn so viel Liquidität [wie bei Kryptowährungen] im System gibt”.

Seine indifferente (davor Anti-) Haltung ist vor allem spannend, wenn man betrachtet, wie die Bank, dessen Kopf er ist, sich in den letzten Jahren verhalten hat. 2017 kauften sie kurz nach Dimons Kritik eine große Menge Bitcoin ein. 2020 gehörten sie zu den Banken, die auch da schon der Meinung war, dass die steigende Akzeptanz von Bitcoin zu einem Rückgang der Goldnachfrage führen könnte und seit 2019 bietet das Unternehmen seinen eigenen JPM Coin an. Einen Stablecoin auf der einer Blockchain Kosten einsparen und die Effizienz steigern soll.



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