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Fairer Handel IBM unterstützt Fair Trade-Kaffee per Blockchain

Wie der IT-Gigant IBM am Mittwoch mitteilte, gibt es eine neue Kooperation mit dem US-Nahrungsmittelkonzern J. M. Smucker und dem Startup Thank My Farmer.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Wie der IT-Gigant IBM am Mittwoch mitteilte, gibt es eine neue Kooperation mit dem US-amerikanischen Nahrungsmittelkonzern J. M. Smucker, der hinter den großen Kaffeemarken Folgert, Café Bustelo und Dunkin’ steckt. Das gemeinsame Ziel ist es, die Lieferkette von kolumbianischem Kaffee genau zu verfolgen. Ist man damit beim Erzeuger gelandet, kann der Kaffeebauer über ein per Blockchain gesteuertes System Spenden empfangen. Das Geld kommt dann dem Ausbau der Infrastruktur vor Ort zugute.

Um den Prozess in Gang zu setzen, muss man nichts weiter tun, als einen QR-Code auf der Verpackung der Kaffeebohnen zu scannen. Der Link führt zur Webseite von Thank My Farmer. Hier stehen die genauen Informationen zum Anbaugebiet, den Transportwegen und dem Ort der Röstung. Damit reagiert IBM auf einen immer stärker werdenden Trend zur Nachhaltigkeit. Das neue Verfahren gibt dem Kunden die Möglichkeit, die Höhe seiner Spende selbst zu bestimmen.  

„Schon zuvor konnten wir anhand der digitalen Technologie die Lieferkette des Kaffees genau nachverfolgen und sicherstellen, dass die Bauern angemessene Bezahlung erhalten“, so Paul Chang, Leiter der Global Blockchain-Sparte bei IBM. „Nun gehen wir aber einen Schritt weiter und ermöglichen es den Kunden, die Farmer direkt zu unterstützen.“

IBM arbeitet mit Thank My Farmer zusammen

In Kolumbien gibt es mit der App von iFinca bereits ein Projekt, das mehr Transparenz beim Kaffeeanbau verspricht. Was die Nachverfolgung im Falle von Kaffee so kompliziert macht, ist die Tatsache, dass es rund 25 Millionen Farmer gibt, die die kleinen grünen Bohnen anbauen. Das Projekt von IBM und dem Schweizer Startup Thank My Farmer nutzt die Vorteile der Blockchain, für alle Beteiligten. Nicht nur der Produktionsprozess ist bis ins Detail nachzuverfolgen, sondern auch die Verteilung der Gewinne. Das ist ein Unterschied zu vielen anderen Projekten aus der Nahrungsmittelbranche, die „nur“ die Lieferkette kontrollieren.

Mit J. M. Smucker hat IBM den unangefochtenen Marktführer der USA in Sachen Kaffee mit ins Boot geholt. Neben den dort weit verbreiteten Marken wie Folgert, Café Bustelo und 1850 kennt man das Unternehmen in Deutschland durch die Dunkin’ Donuts Filialen. Der Umsatz von J. M. Smucker liegt bei 12 Milliarden US-Dollar pro Jahr. In rund 90 Prozent aller Haushalte in den USA sowie in vielen Restaurants wird der Kaffee von J. M. Smucker getrunken.

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