iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Fair Trade Kaffee dank Blockchain

Quelle: Shutterstock

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Eine neue App verspricht mithilfe der Blockchain vollste Transparenz bei der Kaffeeproduktion. Das Produkt der kolumbianischen Firma iFinca möchte Farmern eine stärkere Stimme verleihen. Endverbraucher, die den entsprechenden QR-Code auf ihrem Kaffee scannen, sehen dann, wie viel der Bauer an der Herstellung verdient hat. Es ist nicht das erste Projekt in der Kaffee-Branche, welches die Technologie von Bitcoin & Co. nutzt. Schließlich ist das Kaffee-Business eines der undurchsichtigsten weltweit.

Das kolumbianische Unternehmen iFinca bringt die Beta-Version einer App heraus, die mithilfe der Blockchain vollständige Transparenz bei der Kaffeeproduktion herstellen will. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom 16. Oktober hervor. Entwickelt wurde die Plattform von der IT-Firma Debut Infotech. Diese ist spezialisiert auf globale Versorgungsketten. Produkte, die unter Verifizierung von iFinca hergestellt wurden, gibt es in Filialen des Versorgers Crazy Mocha in Pittsburgh zu kaufen. Die Expansion in weitere Länder ist ebenfalls geplant.

Den Farmern eine starke Stimme verleihen


In der Pressemitteilung heißt es, dass die meisten Transparenzlevel aktuell nicht über die Zulieferer hinausgehen:

Im letzten Jahr sank der Marktpreis von Kaffee unter den durchschnittlichen Produktionspreis für die meisten Kaffeebauern. Dabei wird Transparenz häufig als mögliche Lösung für die Erhöhung der Sichtbarkeit in der Versorgungskette genannt. So bekommen Farmer eine stärkere Stimme. Die Plattform iFinca macht es erstmals möglich, die komplette Versorgungskette nachzuverfolgen. Angefangen bei der Farm bis zum Röster und ins Café.

Tatsächlich legt iFinca den Fokus auf die Farmer. So stellte man bei einem Testlauf offenbar auch einen Anstieg des Gewinns für Kleinbauern fest. CEO Alexander Barrett betont außerdem den Mehrwert des Konzepts für den Endverbraucher:

Wenn jeder Akteur Zugang zu denselben Informationen hat, können sie zusammen eine wechselseitig profitable Beziehung aufbauen. Diese kompensiert Farmer dann fair und Röster erhalten hochwertigen, ethisch gewonnenen Kaffee.

Konsumenten erfahren durch einen QR-Code-Scan außerdem den Preis, den der Bauer für den Kaffee bekommen hat.

Die zweisprachige Plattform setzt demnach früh an und rationalisiert die Beschaffung von Kaffee. Dies gibt Bauern am Anfang der Versorgungskette mehr Kontrolle über den Produktionsweg des beliebten Heißgetränks. Die App von iFinca nutzt hierbei die Blockchain-Technologie zur Verifizierung von Käufen und allgemeinen Steigerung der Effizienz auf der Versorgungskette.

iFinca nicht allein: Kaffee auf der Blockchain im Trend

Unterdessen machten in jüngster Vergangenheit neben iFinca bereits einige Kaffee-Firmen mit ihren Blockchain-Projekten Schlagzeilen. So schlossen sich einige namhafte Produzenten mit dem Blockchain-Start-up Farmer Connect zusammen. Die Schweizer Firma entwickelt über den IBM Food Trust nachvollziehbare und kontrollierbare Lösungen für den internationalen Kaffee-Handel. Schließlich ist dieser Markt ganz besonders von Korruption und Ausbeutung betroffen. Vom Anbau der Bohne bis zum Verkauf in deutschen Supermärkten gibt es demnach unzählige Produktionsschritte und beteiligte Akteure. Verlässliche Daten bei der Versorgungskette sind hingegen rares Gut. Perfekte Voraussetzungen für die Anwendung von Distributed-Ledger-Technologien also.

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