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Happy Birthday! Das Bitcoin White Paper wird 14

Am 31. Oktober 2008 veröffentlichte Satoshi Nakamoto das Bitcoin Whitepaper. Wir sagen: Happy Birthday, Bitcoin! Zeit für eine Revue.

David Scheider
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Beitragsbild: Shutterstock

| Alles Gute, bleib wie du bist.

Die Korken knallen und Bitcoin Twitter ist voll von Lobpreisungen: Am heutigen Montag, dem 31. Oktober, ist nicht nur Halloween, sondern auch der Bitcoin White Paper Day. Denn heute vor 14 Jahren hat Satoshi Nakamoto die Grundzüge seines “Peer-to-Peer Electronic Cash System” vorgestellt.

Was recht profan in der Cryptography Mailing List angekündigt wurde, darf in der Rückschau als eines der wichtigsten Dokumente dieses Jahrhunderts bezeichnet werden. Gegenüber seinen Mitstreitern in der Riege der ursprünglichen Cypherpunks präsentierte Satoshi das White Paper mit gebotener Zurückhaltung. Von Subversion keine Spur.

Ich habe an einem neuen elektronischen Bargeldsystem gearbeitet, das vollständig auf dem Peer-to-Peer-Prinzip beruht und keine Vertrauensperson benötigt.

[…]

Die wichtigsten Eigenschaften:

Double Spends werden durch ein Peer-to-Peer-Netzwerk verhindert.

Keine Zentralbank oder andere vertrauenswürdige Parteien.

Teilnehmer können anonym sein.

Neue Coins werden durch Hashcash-ähnliche Proof-of-Work-Verfahren erzeugt.

Der Proof-of-Work für die Erzeugung neuer Münzen versorgt auch das Netzwerk, um Doppelausgaben zu verhindern.

Satoshi Nakamoto in der Cryptography Mailing List.

Der White Paper Day ist ein guter Anlass, einen Schritt zurückzutreten und das Projekt Bitcoin mit etwas Abstand zu betrachten. Es mag zwar Bärenmarkt sein. Trotzdem ist BTC 14 Jahre nach seiner ersten Erwähnung zu einem Asset von Weltrang herangewachsen. Mit einer Marktkapitalisierung von 398 Milliarden US-Dollar rangiert das digitale Gold auf Platz 14 der größten Assets der Welt – gleich hinter Visa und Johnson & Johnson.

Bitcoin White Paper: Großer Wurf, ganz bescheiden

Nüchtern betrachtet spielt das White Paper für den Mythos Bitcoin zwar eine große Rolle. Die breite Masse an Bitcoin-Investor:innen hat das Papier aber vermutlich noch nie gelesen – und muss es auch nicht unbedingt. Schließlich beschreibt das Papier lediglich die Grundzüge von Bitcoin.

Eines jedoch betont Satoshi gleich achtmal: Bitcoin ist die erste dezentrale Lösung des sogenannten Double-Spend-Problems. Gemeint ist die Lösung des gordischen Knotens, ein nicht zentral verwaltetes Protokoll zu bauen, das die zweifache Ausgabe desselben Coins verbietet. Vormals kam dieser Aufgabe der Bankensektor nach. Dem, so Satoshi, könne man aber spätestens seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr vertrauen; mit Bitcoin präsentierte er eine Alternative.

E-Commerce stützt sich bei der Abwicklung elektronischer Zahlungen fast ausschließlich auf Finanzinstitute, die als vertrauenswürdige Drittparteien fungieren. Obwohl dieses System für die meisten Transaktionen gut genug funktioniert, leidet es immer noch unter den inhärenten Schwächen des vertrauensbasierten Modells,

heißt es in dem Papier.

Übrigens: Im Zuge der Kontroverse um meldete der selbsternannte BTC-Erfinder Craig Wright Urheberrechtsansprüche an dem White Paper an und überzog Hosts wie bitcoin.org mit Abmahnungen. Er hatte die Rechnung aber ohne die Bitcoin Community gemacht. Denn Ergebnis dieser, aus der Sicht der Bitcoiner:innen, Anmaßung, war eine Flut an White Paper Hostings, sodass Wright mit den Abmahnungen gar nicht hinterherkommen konnte.

Das White Paper findet man seitdem nicht nur auf bitcoin.org, sondern auf einer ganzen Reihe von Websites im Sektor. Ein Eigentor für Wright, ganz im Sinne der Dezentralität.

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