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Boo! Fear and Greed Index: So gruselig können Bitcoin und Co. sein

Nicht nur an Halloween geht es um Angst: Mit dem Fear and Greed Index versucht man einzuschätzen, wie Emotionen Investitionen beeinflussen.

Marlen Kremer
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Bitcoin-Zeichen auf dem Friedhof

Beitragsbild: Shutterstock

| Der Bitcoin Fear and Greed Index liegt am heutigen 31. Oktober bei – wer hätte es gedacht – 31.

Hacks von Krypto-Börsen, das Risiko, die Seed Phrase zu verlieren oder das Mysterium um Satoshi Nakamotos Identität: Der Krypto-Sektor kommt am diesjährigen Halloween bestens aus – auch ohne Horrorfilme und Geisterbahnen. Wem das noch nicht angsteinflößend genug ist, reicht es manchmal sogar aus, einfach nur einen Blick auf sein Portfolio zu wagen.

Auch das eigene Investmentverhalten ist ein Resultat unterschiedlichster Emotionen – wie etwa der Angst. Um als Anleger:in die allgemeine Gemütslage am Markt besser einschätzen zu können, gibt es verschiedene Indizes, die dafür einige Anhaltspunkte liefern sollen.

Das US-amerikanische Nachrichtenmedium CNN veröffentlicht etwa den sogenannten Fear and Greed Index, “um die Entwicklung des Aktienmarktes zu beurteilen und festzustellen, ob die Aktien fair bewertet sind.” Die These: Die Angst von Anlegerinnen und Anleger treibe die Aktienkurse tendenziell nach unten, zu viel Gier bewirke das Gegenteil.

Dazu untersucht man insgesamt sieben verschiedene Aspekte, wie etwa die Marktvolatilität, Nachfrage nach Junkbonds oder Put- und Call-Optionen. “Der Index gibt an, wie stark diese einzelnen Indikatoren von ihren Durchschnittswerten abweichen, verglichen mit der normalen Abweichung, die sie aufweisen”, heißt es bei der CNN. Dabei steht der Wert 100 für maximale Gier und der Wert 0 für extreme Angst.

Was ist der Bitcoin Fear and Greed Index?

Neben dem Index zur Sentimentsanalyse des klassischen Finanzmarkts gibt es auch ein Pendant dazu in der Kryptowelt. Die Softwareanalyseplattform Alternative gibt dazu den Bitcoin Fear and Greed Index heraus.

Die Logik entspricht dabei dem Stimmungsindex von CNN. Extreme Angst könne zu niedrigeren Preisen von Bitcoin führen, extreme Gier zum Gegenteil.

Fear and Greed Index

Der Bitcoin Fear & Greed Index setzt sitz laut dem Herausgeber wie folgt zusammen:

  • Volatilität (25 Prozent): Analyse der Volatilität und Kurskorrekturen im Vergleich ihrer jeweiligen Durchschnittswerte der letzten 30 und 90 Tage. Annahme: Plötzlicher Anstieg der Volatilität sei ein Indiz für einen ängstlichen Markt.
  • Marktmomentum/Volumen (25 Prozent): Analyse des Marktmomentums (Geschwindigkeit der Kursveränderung) und des Volumens im Vergleich ihrer jeweiligen Durchschnittswerte der letzten 30 und 90 Tage. Annahme: Täglich hohes Kaufvolumen stehe für extreme Gier.
  • Social Media (15 Prozent): Analyse von relevanten Hashtags und Posts auf Twitter in puncto Anzahl und Interaktionsrate. Annahme: Ungewöhnlich hohe Interaktionsraten seien ein Zeichen für gieriges Marktverhalten.
  • Umfragen (15 Prozent): Wöchentliche Umfrage unter 2.000 bis 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Kryptomarkt (derzeit pausiert).
  • Dominanz (10 Prozent): Analyse der Bitcoin-Dominanz. Annahme: Bei sinkender Dominanz seien Investorinnen und Investoren eher daran interessiert, in risikoreichere Altcoins zu investieren, indiziere demnach Gier.
  • Google Trends (10 Prozent): Analyse der Bitcoin-Suchanfragen bezüglich Anfragevolumen und empfohlene, ähnliche Suchbegriffe. Annahme: Je nach vorgeschlagene Suchbegriffe oder -phrasen.

Was man sich von dem Index letztendlich erhofft, sind Anhaltspunkte zur zukünftigen Preisentwicklung der jeweiligen Kryptowährung. “Extreme Angst kann ein Zeichen dafür sein, dass die Anleger zu besorgt sind. Das könnte eine Kaufgelegenheit sein”, heißt es auf der Website von Alternative. Ist das Gegenteil der Fall, könne dies ein Zeichen sein, dass “der Markt vor einer Korrektur steht”.

Inwiefern solche Ableitungen sinnvoll sind, sei jedoch dahingestellt. Schließlich kann niemand die Zukunft voraussagen – auch nicht an Halloween.

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